Träumst Du noch, oder lebst Du schon?

„Wie schön wäre es, verheiratet zu sein“ oder „Ich wünsche mir so sehr ein Kind zu haben“ oder auch „Alles wäre viel besser, wenn die Wohnung größer, ein Auto vor der Türe und viel Geld auf dem Konto wäre“.

Das waren genau meine Sätze, vor nicht allzu langer Zeit. Ich dachte, mir würde ein Partner fehlen, mit dem ich alles teilen kann, ein Kind, das ich lieben kann und der Wohlstand, der mich das Leben genießen läßt.
Vor lauter „Fehlen“ habe ich doch vergessen, die Schönheit und Magie der Gegenwart wahrzunehmen. Ich war so sehr damit beschäftigt, mir die Umstände anders zu wünschen und ändern zu wollen, dass ich nicht mehr sehen konnte, was hier und jetzt gerade da ist – und wie wunderbar es ist! Immer wieder habe ich kurz im „Jetzt“ innegehalten. War ruhig und alles war gut. Aber eben nur kurz – bald war ich wieder zurück in meiner Illusion.

Jetzt bin ich nicht mehr allein, teile mein Leben, liebe meine Familie – und versuche jeden Moment davon in vollen Zügen zu trinken. Nichts fehlt im Hier und Jetzt, Alles ist gut: genauso wie es ist. Ich brauche nicht mehr oder weniger in diesem Augenblick.

Hätte ich das schon vor ein paar Jahren verstanden, wäre wohl einiges anders gelaufen. In mir wäre schon damals eine Fülle entstanden, aus der heraus sich das Leben gestalten kann. Ich hätte nicht Zeit verschwendet, Dinge im Außen ändern zu wollen, die Ihren Anfang in uns nehmen sollen.

Aber es ist nie zu spät, den richtigen Weg zu erkennen und manchmal braucht man erst die Erfahrung des Vergangenen, um ihn auch gehen zu können.
Meistens bin ich mir nun darüber im Klaren: ich verpasse nichts, alles was passiert oder nicht passiert ist in Ordnung. Ich bin immer genau da, wo ich sein soll und zwar genau mit den Menschen, die dazu passen – und manchmal bin ich auch allein – aber das macht nichts! 

Denn in mir ist alles im Reinen – so wie es war, wie es ist und wie es sein wird.

Träumen war gestern, heute bin ich froh zu meditieren und die Möglichkeit zu haben, immer in die Gegenwart zurückzukehren, wann immer ich mich verirre…

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  1. Elke

    Sehr schöner Artikel! Man muss wirklich den Focus ändern!
    1. Was habe ich und nicht, was fehlt mir.
    2. Es ist alles gut so, wie es ist.
    Leider stellt man das häufig erst später fest, wenn man zurück blickt und ist froh, dass es so gekommen ist. Aber vielleicht lernt man ja daraus?
    Meditation gibt einem auf jeden Fall die Kraft und die Sicherheit, die Dinge in Ruhe auf sich zukommen zu lassen und sie so geschehen zu lassen, wie sie sind.
    Also: Happy meditation!

  2. annika

    ..das hat für mich auch etwas mit vertrauen zu tun – in eine sinnhaftigkeit, dass man vom göttlichen weise geführt wird o.s.ä. dieses tiefe vertrauen erfahre ich (hauptsächlich) in der meditation!

  3. Hope´s love

    Es ist schön Artikel zu lesen in in denen man sich wiederfindet! Weiter so :o)

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