Devprayag ist der Ort, an dem die Quellflüsse Bhagirathi und Alaknanda zusammenfließen und den Ganges bilden.  Er befindet sich am Rande des Himalaya…Was bringt ca. 50 Menschen aus verschiedenen Ländern dorthin? Ja, die Reise- und Abenteuerlust, verbunden mit dem Wunsch,  der göttlichen, reinigenden Kraft von Ganga zu begegnen, um Sie zu spüren, und Ihrer göttlichen Dimension etwas näher zu kommen. Die Meditation auf Ganga ist wirklich etwas Besonderes. Die Kraft des Flusses verschmilzt sofort mit der Aufmerksamkeit und beginnt durch das Innere zu fließen…

Unsere Reise zur Quelle des Ganges begann in Delhi. Wir kamen zu dritt aus Deutschland. Im Hotel warteten wir auf die Ankunft der restlichen Yogis aus der Ukraine und Russland. Morgens, viel zu früh, wurden wir durch viel Bewegung und Trubel in der Eingangshalle des Hotels geweckt. Wir eilten sofort aus unserem Zimmer, um die Yogis zu  begrüßen. Als Michael und ich in der vollen Eingangshalle standen, merkten wir plötzlich beide: Irgendwas passiert in unserem Innerem. Wir sahen uns an, und ihm ging es genauso wie mir.  Unsere Augen begannen feucht zu werden….und wir spürten, wie unsere Herzen langsam aufgingen und ein Gefühl der tiefen Freude hineinströmte.
Zusammen mit ungefähr 50 Leuten begaben wir uns auf eine Abenteuerreise in  Richtung Himalajas. Die älteste Teilnehmerin war, wohl gemerkt, über 70 Jahre alt.
Auf dem Weg nach Devprayag und nach einer wunderbaren Fahrt mit der Indian Railway durften wir einen herzlichen Empfang mit leckeren indischen Köstlichkeiten und Chai bei den Yogis von Haridwar genießen. Viele schöne Geschichten über die früheren Indien-Touren und das anschließende Musikprogramm sorgten für gute Stimmung und Vibrationen.

Nach einer Übernachtung im geräumigen Ashram, der uns alle locker beherbergte, brachen wir zur Fahrt nach Norden auf….

Die Berg-Serpentine entlang dem Ganges und die atemberaubenden Naturbilder beeindruckten und erhöhten zugleich die Vorfreude auf die Begegnung mit Ganga.

Als wir in Devprayag ankamen  und im Hotel eincheckten, freuten wir uns riesig, als wir sahen, was für ein Panorama sich uns vom Fenster aus bot ….

Das Restaurant,  in dem in den nächsten 4 Tagen das Essen für uns zubereitet wurde, befand sich am anderen Ende der Stadt, so dass wir immer ca. eine halbe Stunde durch die engen Gassen und Sträßchen gehen mussten, bis wir die Nahrungsquelle erreichten. Das war jedoch sehr aufschlussreich, denn dadurch konnten wir Einblicke in das Leben der Bewohner und in die Kultur der Region zu unterschiedlichen Tageszeiten gewinnen.  Uns beeindruckte natürlich,  mit was für einem Respekt man den Tieren hierzulande begegnete und wie man sie mit allerlei Köstlichkeiten verwöhnte… sogar in einer Bäckerei…

Natürlich konnten wir an den zahlreichen Geschäften und Lädchen nicht vorbei gehen ohne auch einzukaufen, und der ein oder andere nutzte die Gelegenheit, das Nützliche mit dem Spirituellen zu verbinden und erzählte über die Sahaja Yoga Meditation.

Nach einigen Reinigungszeremonien und tiefen meditativen Erfahrungen am Ganges wollten wir natürlich auch der hiesigen Bevölkerung das tiefe Wissen über Yoga nicht vorenthalten. So machten wir uns auf, um einige Plakate und Poster in der Stadt zu verteilen, um ein Einführungsprogramm anzukündigen….

Wir waren sehr überrascht, dass uns viele kleine Kinder schon lange vor dem Programm besuchten… alle wollten ihre Selbstverwirklichung bekommen….
Es kamen auch viele andere Sucher. Das Einführungs-Programm wurde von schönen Musikeinlagen durch die ukrainischen und argentinischen Yogis begleitet, und die Einheimischen hörten mit Bewunderung, wie Ausländer alte indische Hymnen und heilige Texte vorsangen.

Das Programm fand auf dem Versammlungsplatz des Dorfes statt, und es war, also ob die ganze Umgebung, die Berge und Ganga die Bhajans zusammen mit uns singen würden.
Schließlich haben wir die Übung zur Selbstverwirklichung gemacht, die von allen Anwesenden mit Begeisterung angenommen wurde und von starken Vibrationen begleitet war.

Es hat richtig Spaß gemacht, dieses Programm in Devprayag vorzubereiten….
Nicht weniger Spaß hatten wir, als wir uns dann im Haus von Lothar am Ganges in einer paradiesähnlichen Atmosphäre ausruhen und seine Gastfreundschaft genießen durften. Er hat sich und seinen Platz am Ufer von Ganga gefunden… Wir wünschen allen, einmal dort zu sein. Es waren unvergessliche Tage!!!


Am nächsten Tag traten wir die Rückreise nach Delhi an, um dann weiter nach Chindwara zu fahren, wo wir Shri Matajis Geburtstag feierten… Aber das wäre die nächste Geschichte….

von Konstantin aus Köln