Hauptsache billig?

Angebote für Kleidung finden wir überall: T-Shirts im Doppelpack für 4€, Outdoor-Funktionshosen für Herren 12€, Damen-Schuhe aus Leder 14€… ein fast unerschöpflicher Schatz für Sparfüchse.

Doch ist es wirklich so gut, diese Sachen zu kaufen?

Wir leben in einer Gesellschaft mit einem unendlichen Angebot. Kaufen kann man, was gefällt und fast jeder kann sich leisten „in“ zu sein und sich den Modekriterien der breiten Masse  anpassen, wenn man möchte.

Wenn ein T-Shirt schmutzig ist oder kaputt, kauft man sich eben mal schnell ein Neues und Schuhe halten sowie nur für eine Saison.

Wir sollten uns mal überlegen, wieviel Arbeit in den Kleidern steckt, die wir tragen.
Man braucht Stoff, der ersmal hergestellt werden will, schön bunt natürlich, dann muß man viele einzelne Teile ausschneiden, die dann in der richtigen Reihenfolge ordentlich vernäht werden und vielleicht noch die eine oder andere Applikation, Taschen, Reisverschlüsse, Knöpfe etc.
Unsere Zeit ist uns heilig, und nur wenige von uns würden sich freiwillig 8 Stunden hinsetzen um ein Kleid selbst zu nähen.


Wir sollten unsere Kleider mit bedacht wählen und uns bewußt machen, wieviel Arbeit da drin steckt und dementsprechend damit umgehen!

Und alle, die sich da nicht reinfühlen können, könnten z.B. einen Wochenend-Nähkurs buchen um zu erleben, wie lange es dauert, bis ein ansehnliches Stück fertig ist, das man auch im normalen Leben tragen kann. – Aber auf das kann man dann mächtig stolz sein! 🙂

Alles Liebe – yvonne

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  1. anneloewe

    Daumen hoch für diesen Artikel.

    Ich finde immer ein Blick zu hochwertigen, biologischen Dingen hilft – denn hier erfährt man den tatsächlichen „Wert“. Ein BioSuppenhühnchen kostet beispielsweise ca. 20 Euro. Dies ist also der tatsächliche Preis, den es kostet ein Hühnchen einiger Maßen vernünftig auf zu ziehen (und dabei ist „bio“ auch nicht gleich paradiesisch in jeder Hinsicht). Wenn also ein Hühnchen für 5 Euro in der Tiefkühltruhe liegt, denke ich mir, dass jemand anders für mich die 15 Euro (die ich nicht bezahlen will oder kann) bezahlt. So einfach ist es. Das Hühnchen, der Bauer/die Bäurin, die ArbeiterInnen. Nicht zuletzt auch ich selbst, da das was ich dann zu mir nehme ungesund, giftig, mit Medikamenten verseucht und voller übler Energie ist.

    Mit Klamotten ist das keinen Deut anders, klar.
    Wenn man nur ab und an Geld hat sich ein hochwertiges Teil für`s Leben zu leisten helfen Kleidermärkte und Second Hand Läden weiter – vor allem für Kinder. Hier ist echt eine riesige Auswahl und man kann ohne schlechtes Gewissen Dinge auftragen, die man eher nicht kaufen sollte. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Gifte schon raus gewaschen sind.

    An der Schule unseres Kindes gibt es regelmässig Kleidertauschbörsen nur für die Mamis. Dinge die nicht mehr getragen werden (oder nicht mehr passen ;-)) gefallen und passen vielleicht jemand anderem? Vollkommen umsonst den Kleiderschrank aufgefrischt und entrümpelt in einem.

    Als beste Lösung sehe ich aber wirklich eines an: weniger Konsumieren. Das wird auf Dauer die einzige Lösung sein. Mehr Bescheidenheit und weniger kaufen.

  2. Lieber etwas mehr ausgeben und länger genießen. Immer informieren wie der Hersteller arbeitet, wo die Kleidungsstücke und das Material produzierte werden und wer denn damit erzielten Gewinn macht.

  3. Annika

    Hat nicht gandhi gesagt „es gibt von allem genug, um jedermanns hunger zu stillen, aber nicht jedermanns gier.. “ oder so aehnlich.. ich denke auch, verantwortungsvolles konsumieren ist das gebot der stunde! Nachfrage bestimmt das angebot..
    Annika 🙂

  4. Sabilina

    Ich finde es wichtig, diese Notwendigen Tatsachen in Erinnerung wachzurufen und weiterzureichen, damit sie ihren rechtmäßigen Platz im Bewusstsein der Menschen (wieder) einnehmen können. Danke für den gelungenen Artikel!

    Einkauf und Konsum ist auch Politik!
    Wir schaffen uns unsere eigene Welt

  5. Marlene

    Es gibt bei Waschbär ein paar fair gehandelte Klamotten, auch mit Bio -Baumwolle: das bedeutet dann zwar nicht fairer Handel, aber ist sehr wichtig, da viele Bauern an dem Gift (Insektizide/ Fungizide) jedes Jahr sterben und sehr viele Frauen, die die Baumwolle weiter verarbeiten sehr krank dadurch werden. Bei Bio fällt das zumindest weg!
    Man muss genau hinschauen, bei jedem Kleidungsstück steht dabei ob fair oder Bio.
    Auch ich will versuchen, weniger Klamotten zu kaufen, und dafür etwas, was ich mit gutem Gewissen anziehen kann. Letztendlich habe ich immer viele Kleider, die ich kaum anziehe, die günstig waren. Dann kann ich auch weniger kaufen was mehr kostet….

  6. conny

    im jahr 1-2 stk gekauf – genug. leute schmeißen so viel weg,daß ich es verschenke + abholen laß.weihnachten freute sich eine mutter von 4 kindern über gewand,spielzeug,4 teppiche. von neu bis gut erhaltenes.
    vom gettoviertel gezogen in eine gegend von leuten,welche hosen wegschmeißen,weil der knopf oder eine lasche gleich abging.bürosessel,decken,knetmaschine,badheizer,katzenbox… pensionist freute sich mal über ein neues bett (zum ausklappen).wofür sammelstellen,wenn sie 40m weit vom haus sind? licht+ liebe allen!

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