Die Sahaj-Kolumne: Was Freude und Schweinegrippe gemeinsam haben

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Jeder hat etwas Banales, das ihm heilig ist. Bei meinem Mann und mir sind es gerade Magnum-Fernsehabende. Magnum ist eine semi-intelligente TV-Serie aus den Achtzigern und mein Mann und ich lieben es einfach. Vor Magnum war es bei mir eine bestimmte Sorte Knäckebrot von Lidl.

Wussten Sie, dass auch die Freude über etwas ganz Banales Vibrationen generieren kann? Vorausgesetzt man befindet sich innerhalb der Maryadas – außerhalb ist sowieso keine echte Freude möglich. Freude ist u.a. eine Qualität von Shri Ganesh. Leider kommt sie meist zu kurz in unserem stressgeprägten Alltag. Freude kann man nicht (mit der rechten Seite) erzeugen. Sie fließt von ganz allein, wenn man sie zulässt und nicht gleich befürchtet, dass sie einen zum Träumer macht.

In Deutschland sind Realitätssinn, Pragmatismus und Effizienz hochgeschätzte Eigenschaften. Ohne Zweifel sind das tatsächlich hervorragende Qualitäten. Nur sollte man ab und zu die Scheuklappen ein bisschen lüften und anderen Qualitäten gleichsam Bedeutung beimessen wie Warmherzigkeit, Mitgefühl und der Fähigkeit Freude zu empfinden (und sie zu projizieren). Das Tolle an der Freude ist, dass sie sich wie eine Infektionskrankheit verbreiten kann. Ist eine Person voll von kindlicher Freude, kann sie andere leicht damit anstecken. Wie SM einmal sagte: „Ein Kind im Haus kann hunderte Menschen zum Tanzen bringen.“ Also, eine Freudewelle wäre mir eindeutig lieber als eine neue Grippewelle.

Entgegen der allgemeinen Annahme ist echte Freude niemals auf Kosten anderer und jenseits von Gier und Besitzansprüchen. Echte Freude sprudelt spontan hervor z.B. beim Anblick eines Blumenarrangements, bei einem Lied im Radio (und nicht nur bei klassischer Musik), wenn man alte Freunde nach langer Zeit wiedertrifft..

Männer und Frauen haben vermutlich zum Teil unterschiedliche Trigger, die diese spontane Freude in ihnen auslösen. Also ich habe noch nie gesehen, dass mein Mann sich von Herzen über häusliche Dekoration freut. Im Gegenzug hat mein Mann schon mehrfach vergeblich versucht, mich für Computerprogramme oder technische Geräte zu begeistern (nach spätestens zwei Minuten kann ich mir das Gähnen nicht mehr verkneifen). Egal, Hauptsache ein jeder bewahrt sich seine kleinen Trigger im Alltag, damit seine Freudfähigkeit nicht verkümmert.

Annika

3 Responses to “Die Sahaj-Kolumne: Was Freude und Schweinegrippe gemeinsam haben”

  1. Prem Says:

    Was Annika so schön in dieser gelungenen Sahaj-Kolumne beschrieben hat, ist die bedingte Freude, die durch ganz banale Auslöser oder Trigger hervorgerufen wird. Wenn wir das erreicht haben, ist unsere Befindlichkeit und Lebensqualität, schon wesentlich über dem Durchschnitt der Bevölkerung.
    Wir sollten uns damit aber nicht zufrieden geben, sondern die nächste Stufe der Selbstverwirklichung anstreben, die sich Nirananda nennt. Es ist der Zustand, in dem wir vollkommen erfüllt sind von Freude und Liebe, ohne daß es eines Triggers dafür bedarf. Das ist die bedingungslose Freude, die vom Atma kommt und einfach spontan fliesst.
    Jeder von uns hat vermutlich schon solche Zustände erlebt, in denen er/sie die „Welt umarmen wollte“, Liebe zu jedem Menschen empfand und sogar Menschen lieben konnte, die uns eventuell verachten oder sogar hassen.
    Shri Mataji ist von Geburt an in diesem Zustand und hat ihn auch sehr oft beschrieben (bubbling with joy….). Jeder, der Shri Mataji schon persönlich begegnet ist, wurde Zeuge einer Inkarnation im vollkommenen Zustand von Nirananda.
    Leider sind wir (noch) nicht (immer) in diesem Zustand, es gibt aber Sahaja Yogi(ni)s, die der Selbstverwirklichung schon sehr nahe gekommen sind. Eine Gesetzmäßigkeit, die wir dabei beobachten können, ist, daß es immer Sahaja Yogi(ni)s sind, die sehr häufig die Realisation weitergeben und Ihr Leben der Verbreitung von SY gewidmet haben.
    Wenn wir vielleicht am Anfang dabei catchen und es uns danach schlechter als zuvor geht, zeigt es uns dabei genau an, wo wir in unserem Yoga stehen. Wenn wir uns dann wieder gereinig haben, können wir wieder Realisation geben und dabei die Freude und Liebe spüren.

    Das häufige Weitergeben der Realisation ist der Schlüssel zur Vertiefung unseres Yogas und unserer Selbstverwirklichung. Das ist natürlich nichts Neues, Shri Mataji hat 100e oder 1000e male gesagt, daß wir die Realisation weitergeben und SY verbreiten sollen.

    Wir werden in Deutschland jetzt auch immer häufiger an diversen Veransaltungen oder Messen teilnehmen bei denen wir an SY-Ständen die Kundalini erwecken und die Sucher zu div. SY Programmen einladen. Das ist DIE Gelegenheit, öfters als bisher Realisation zu geben. Probiert es doch ´mal aus!

    Jai Shri Mataji,
    Prem

  2. Nirashraya Says:

    Mein Trigger momentan ist annikas blogberichte zu lesen!!!!!!!!

  3. Leela Says:

    Sehr schöner Artikel, kann nur zustimmen.

    Habe letztens eine sehr interessante Sendung zum selbigen Thema gesehen (kann mich aber leider nicht mehr erinnern wo).
    Ein Wissenschaftler in US hat über viele Jahre eine Studie durchgeführt, die erforschen wollte nach welchen Kriterien wir uns in Gruppen zusammenschliessen. Er hat ca. die Hälfte der Einwohner einer mittelgrossen Stadt dazu überredet an dieser Studie teilzunehmen.

    Resultat 1:
    Glückliche Menschen ziehen sich an und formen Gruppen
    Unglückliche Menschen ziehen sich an und formen Gruppen

    Resultat 2:
    Glück (Freude) ist ansteckend. Wenn ich ein glücklich bin ist die wahrscheinlichkeit, dass meine Freudin glücklich ist um 20% höher, dass die Freundin meiner Freundin glücklich ist um 15 (?) % höher und dass die Freundin der Freundin meiner Freundin glücklich ist immer noch um 6% über dem Durchschnitt.

    Umgekehrt funktioniert es genauso.

    Scheint das wäre es das beste was wir für unsere Freunde tun können, einfach glücklich sein :-)

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