Die Sahaj-Kolumne: Yogis im Schwimmbad – Chlor und Vibrationen

Mein Mann und ich gehen jetzt zweimal pro Woche schwimmen. Die Bewegung tut dem Körper gut. Mal gleitet man schwerelos durch´s Wasser, mal ackert man sich Bahn für Bahn einem unbekannten Ziel entgegen – vermutlich einzig der körperlichen Müdigkeit, die einem entspannten Fernsehabend danach das gewisse Etwas verleiht.

Das Schwimmbad ist eine Welt für sich. Da gibt es den gesundheitsbewussten Vielschwimmer, der mit stoischem Blick unendlich viele Bahnen abarbeitet, die Omis, die teilweise im Wasser überraschende Geschwindigkeiten entwickeln. Jedesmal sehe ich abnehmwillige Frauen, die immer eine Freundin dabei haben, nach jeder Bahn ein Schwätzchen halten und sich ausrechnen, wieviele Kalorien sie schon verbrannt haben. Da gibt es die Jungs, die im Sprungbecken ihre Show abziehen; die türkischen Großfamilien, die sich jeweils mit allen Mitgliedern – vom Kleinkind bis zur Oma – im Nichtschwimmerbecken häuslich einrichten. Da wären die Teilnehmer der Aquafitness-Kurse, die zu heißen Rhythmen und gegen den Wasserwiderstand auf ihre Art den Fettpölsterchen zu Leibe rücken. Und nicht zu vergessen der Bademeister, der wahnsinnig relaaaaaxed aussieht (wessen Arbeitsbekleidung besteht schon aus Badelatschen, T-Shirt und Badehose?), es sei denn, ein paar vorwitzige Jugendliche springen vom Beckenrand..

Wie Makrokosmos so Mikrokosmos – auch mit dem Elektronenmikroskop betrachtet ist das Schwimmbad eine (Keim-)Welt für sich. Deshalb habe ich auch kein Verständnis für Leute, die sich über den Chlorgehalt des Wassers beschweren. Das Meer mag in gewissen Grenzen die Fähigkeit haben, sich selbst zu reinigen, nicht so ein Schwimmbecken mit den Abmaßen 50 mal 25m. Chlor ist Verbündeter meines Immunsystems im Kampf gegen Chlamydien & Co.

Beim letzten Mal durch´s Wasser Gleiten kam mir noch eine andere Idee: Können Yogis das Wasser eines Schwimmbeckens allein durch´s darin Schwimmen vibrieren? Darüber nachzudenken hat Vibrationen. Einen Gedanken daran zu verschwenden ist durchaus sinnvoll. Das Bewusstsein über die eigenen Möglichkeiten schafft Würde und Selbstrespekt. Eine Yogini erzählte mir einmal von einem ihrer Träume. Sie habe eine andere Yogini im Traum gesehen, die durch Berlin gelaufen sei und an allen Ecken sei Goldstaub von ihr abgefallen. Das ist eine schöne Vorstellung.

Annika

5 Responses to “Die Sahaj-Kolumne: Yogis im Schwimmbad – Chlor und Vibrationen”

  1. Yvonne Says:

    Liebe Annika,

    eigentlich macht mir schwimmen richtig Spaß und die Möglichkeit, daß Yogis die Wasserqualität allein durch ihre Vibrationsanwesenheit verbessern könnten gefällt mir sehr SEHR gut!

    Ich empfinde Schwimmbäder oft wie kollektive, große Fußbadschüsseln in dem sich außer Chlor und Keim auch einiges anderes, vibratorisches tümmelt.

    Werde mal ausprobieren, ob es mir mit der neuen Wasseraufbereitungs-Awareness leichter fällt, mich im Schwimmbad sportlich zu betätigen…

    Viel Spaß
    Yvonne.

  2. Nata Says:

    Liebe Annika,

    ich würde Dir auch sehr raten, nach dem Schwimmbad gut zu duschen und ein zuhause ein Fußbad zu machen, denn Chlor an sich ist geruchlos, erst in Verbindung mit Urin gibt es diesen typischen Chlorgeruch.

    Liebe Grüße
    Nata

  3. Bärbel Says:

    Au wei, das mit dem Urin hätte ich lieber nicht gewusst… Die Idee, dass wir das Wasser vibrieren, tröstet mich auch über den Massen-Bodysoak hinweg. Ich bin jedesmal total geschlaucht nach dem Schwimmbad, auch wenn ich da nur im Kleinkindbecken rumgelegen habe, aber meine 6-jährige LIEBT das Schwimmbad, ich MUSS da manchmal hin. Ab jetzt werde ich versuchen, nur zu geben, anstatt aufzunehmen, der Plan gefällt mir :-) .
    Liebe Grüße
    Bärbel

  4. anneloewe Says:

    Ihr Lieben,

    ich bin ehrlich gesagt immer sehr froh, wenn die Badesaison in den Badeseen beginnt, da ist unsere Familie fast täglich vor Ort.
    Im Schwimmbad hingegen (das ich ausschließlich meinem Sohn zuliebe von Zeit zu Zeit aufsuche) empfinde ich schon immer so einen gewissen Ekel, wenn ich Menschen sehe neben denen ich nicht mal gerne in der U-Bahn sitzen würde und nun schwimme ich womöglich in deren… naja, laßt uns das nicht genauer beschreiben.
    Mein Sohn hat sich letztes mal im Wasser übergeben, da er sich so sehr verschluckt hat. Der Bademeister nahms wirklich wahsinnig relaaaaxed, fischte mit seinem Casher die festen Bestandteile raus (Entschuldigung) und versicherte mir mütterlich tröstend: das maaaacht doch nix, dafür haben wir doch das Chlor!
    Mag ja chemisch richtig sein, doch ich gruselte mich schon etwas für die Menschen, die kurz darauf ins Becken stiegen und die kleine Episode nicht mitbekommen hatten!

    Hach je, da ziehe ich dann doch lieber um den Ammersee herum meine Runden, oder im Sommer eben darin! Natürliche Gewässer hinterlassen einfach so ein reines Gefühl.
    Für mich ist schwimmen in einer Chemie-Pipi-Lösung einfach nix (selbst wenn sie vibriert ist :-) )!

    Liebe Grüsse und kommt doch mal zum Ammersee :-)
    Eure Anne

  5. Elke Wirth Says:

    Das mit dem Goldstaub gefällt mir! Ich glaube, jeder Mensch hinterlässt “Spuren”, die können nun “golden” sein oder aus “Pech” (um mit den Bildern aus Frau Holle zu spielen). Wir Yogis sollten uns bemühen, möglichst viel Anteil am gesellschaftlichen Leben zu nehmen, auch im Internet, um möglichst viele “goldene” Spuren zu hinterlassen, sprich, Leute und Orte positiv zu beeinflussen, gute Vibrationen zu verbreiten. Wenn wir unser Leben von dieser Perspektive betrachten, werden wir auch sehen, dass wir viel weniger schimpfen und nörgeln über andere, sondern vielmehr unseren Charme spielen lassen.

    Sehr schön, dein Blog, Annika

    Alles Liebe

    Elke

Kommentieren