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	<title>Sahaja Yoga Deutschland &#187; Sahaj-Kolumne</title>
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	<description>Berichte von Sahaja Yogies</description>
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		<title>Die Sahaj-Kolumne: Von Wassergymnastik und richtig schenken</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 08:45:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sahaj-Kolumne]]></category>
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		<description><![CDATA[Und wieder geht ein Jahr zuende. Schon bald beginnt die Adventszeit, die dieses Jahr wohl dank verkaufsoffenen Adventsonntagen weniger geruhsam werden wird. Mein Mann und ich haben unsere Weihnachtsgeschenke bereits ausgetauscht. Die DVD, die er mir vorgestern gekauft hatte, lieh ich gestern in Unwissenheit aus der Videothek aus. Nachdem wir sie geguckt und für leidlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/11/4200693217_66b65204cf1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-525" title="4200693217_66b65204cf" src="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/11/4200693217_66b65204cf1.jpg" alt="" width="500" height="333" /></a></p>
<p>Und wieder geht ein Jahr zuende. Schon bald beginnt die Adventszeit, die dieses Jahr wohl dank verkaufsoffenen Adventsonntagen weniger geruhsam werden wird. Mein Mann und ich haben unsere Weihnachtsgeschenke bereits ausgetauscht. Die DVD, die er mir vorgestern gekauft hatte, lieh ich gestern in Unwissenheit aus der Videothek aus. Nachdem wir sie geguckt und für leidlich gut befunden hatten, machte es keinen Sinn mehr, ein Geheimnis aus dem Geschenk zu machen.</p>
<p>Die DVD-Serie (Vishnu Puranas), die ich ihm gekauft hatte, gab ich ihm vorträglich, damit er die Vorweihnachtsabende nicht mit Computerspielen verbringen muss. Schlussendlich einigten wir uns auf einen Tag in der Therme als gemeinsames Geschenk – in warmem, schwefelartig riechenden Wasser herumliegen und sich von Massagestrählen so richtig durchwalken zu lassen – genau das Richtige für die stressige Vorweihnachtszeit. Selbst an Adventssonntagen kann man sich nun getrost in Thermen begeben ohne Angst vor Riesenwarteschlangen vor dem Whirlpool – immerhin werden einige der potentiellen Badegäste dieses Jahr einkaufen statt entspannen.<span id="more-522"></span></p>
<p>In Thermen erlebe ich immer wieder, wie sich die Geister an der Wassergymnastik scheiden. Es gibt wohl nur zwei Kategorien Menschen: diejenigen, die Wassergymnastik lieben und diejenigen, die sie verabscheuen. Ich jedenfalls gehöre zur zweiten. Wenn sich Omis in Badekappen sowie andere Wassergymnastik-Fans auf den Ruf des durchtrainierten, sonnenstudiogebräunten Wassergymnastik-Vorturners versammeln, habe ich dafür nur ein müdes Lächeln übrig. Demonstrativ verlasse ich das Schwimmbecken, um es mir im Liegestuhl bequem zu machen. Schaumstoffstäbe werden ausgeteilt. Der Vorturner drückt die Play-Taste auf seinem tragbaren CD-Player und im nächsten Moment verbreitet Jürgen Drews die typische Wassergymnastik-Stimmung.</p>
<p>Einmal hatte auch ich mich auf ein stolches Wassergymnastik- oder neudeutsch Aquafitness-Erlebnis eingelassen. Mir als ehemaliger Leistungssportlerin würde ein bisschen Gehopse im Wasser wohl nichts anhaben – dachte ich. Nur hatte ich zwei Dinge vergessen: a) der Leistungssport liegt bei mir fast 15 Jahre zurück und b) den Wasserwiderstand. „Ein Bett im Kornfeld“ weckte bei mir Sehnsucht nach meinem eigenen Bett und überrascht stellte ich fest, dass man auch im Wasser schwitzen kann. Den Omis links und rechts von mir schien das alles nichts anzuhaben, sie sangen noch dazu lauthals mit. Völlig entkräftet verließ ich damals das Becken und schwor mir, von nun an Wassergymnastik vom Liegestuhl aus zu beobachten.</p>
<p>Zurück zu den Weihnachtsgeschenken. <em>Ein</em> Weihnachtsgeschenk wäre somit erledigt. Fehlen nur noch 35.. Wenn ich richtig verstanden habe, dann ist das Schenken an Weihnachten eingeführt worden, um dem anderen seine Liebe zu zeigen. (Dem Einzelhandel kam das nicht ungelegen.) Bei einer solchen Massenabfertigung kann einem die Liebe jedoch leicht abhanden kommen. Und ein Geschenk zu machen, um eine selbstauferlegte Pflicht oder Erwartung zu erfüllen, ist ein klassischer Fall von „Ziel verfehlt“.</p>
<p>Komplett auf Geschenke zu verzichten und das Geld (SY) zu spenden ist sicherlich eine Variante. So ganz auf´s Schenken möchte ich aber nicht verzichten. Dieses Jahr werde ich allen Kindern etwas schenken und den Erwachsenen kündige ich an, dass sie bitte nichts erwarten. Finde ich für die jeweilige Person etwas richtig Passendes, gibt’s ein Geschenk, ansonsten gibt’s eine Aufmerksamkeit zwischendurch im Jahr. So will ich dieses Jahr vermeiden, dass ich mitten im Christmas-Shopping von Weihnachten überrascht werde.</p>
<p>Annika</p>
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		<title>Die Sahaj-Kolumne: Queen of Berlin</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 13:43:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sahaj-Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[der eigene Zeuge]]></category>
		<category><![CDATA[innerer Friede]]></category>
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		<description><![CDATA[Sitcoms sind weiterhin auf dem Vormarsch. Im Vorabendprogramm ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und verpasste Sendungen lassen sich im Internet nachholen. Das lässt auch Yogis nicht kalt. Ich bin seit Jahren erklärter Fan von „King of Queens“, arbeite mich in regelmäßigen Abständen durch die 9 Staffeln. Sitcoms sind Balsam für die Seele. Bei allen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/3904963926_8dddcf1310.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-503" title="3904963926_8dddcf1310" src="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/3904963926_8dddcf1310-300x231.jpg" alt="" width="300" height="231" /></a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,new york,times,serif;"><span style="font-size: small;">Sitcoms sind weiterhin auf dem Vormarsch. Im Vorabendprogramm ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und verpasste Sendungen lassen sich im Internet nachholen. Das lässt auch Yogis nicht kalt. Ich bin seit Jahren erklärter Fan von „King of Queens“, arbeite mich in regelmäßigen Abständen durch die 9 Staffeln. Sitcoms sind Balsam für die Seele. Bei allen Kompliziertheiten meines Lebens kann ich mich darauf verlassen, dass Doug Carrie immer wieder in die aberwitzigsten peinlichen Situationen bringen wird. </span></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,new york,times,serif;"><span style="font-size: small;">Viele Sitcoms zeigen einfach ein humoriges Abbild des ganz normalen Alltags. Ganz normaler Alltag – den haben wir alle. Ein Skript für eine Sitcom hat also jeder. Wieso lachen wir dann nicht so häufig? Die Antwort ist einfach: Die Charaktere selber lachen nicht. Wer lacht, ist das Publikum, das entweder live im Studio sitzt oder dessen Querschnitts-Lache an entsprechender Stelle eingespielt wird. Das heißt, unser Leben bietet Stoff für eine Sitcom, aber wir können nicht so oft lachen, weil wir zu involviert sind. Nehmen wir die Perspektive des Beobachters ein, können wir den Humor in Situationen erkennen und sie leichter nehmen.<span id="more-502"></span><br />
</span></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,new york,times,serif;"><span style="font-size: small;">Ich nehme mir vor, mein Leben einen Tag lang als Sitcom zu betrachten. Am Morgen komme ich nicht rechtzeitig aus dem Bett. Es gibt an düsteren Herbstmorgen einfach keinen schöneren Ort auf Erden als das kuschelige Bett. Aber auch hier wirkt die Polarität. Jede zusätzliche Kuschelminute kostet mich eine Meditationsminute. Da heißt es, Prioritäten setzen, was im schlaftrunkenen Zustand keine leichte Übung ist. Ich stehe eine halbe Stunde später auf als geplant und muss alles im Eiltempo erledigen. </span></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,new york,times,serif;"><span style="font-size: small;">Unsere Schildkröte Strolch liegt mal wieder auf dem Rücken und muss umgedreht werden. Ich renne aus dem Haus, um die Bahn zu erwischen. Mein Nachbar begegnet mir mit vorwurfsvollem Blick in der Einfahrt. Da war doch was.. Ach ja, heute wird der Restmüll abgeholt. Und unsere Tonne quillt schon über und wird überdies von zahlreichen Kleinstlebewesen bevölkert. Jetzt habe ich aber keine Zeit, die Mülltonne an die Straße zu fahren. Für Sekunden wäge ich auf der-Arbeit-zu-spät-kommen gegen erbosten Nachbarn ab und entscheide mich dann für letzteres. Ich bitte den ehemaligen Kriminalkomissar, unsere Mülltonne an die Straße zu stellen und ernte nur ein empörtes Schnaufen. </span></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,new york,times,serif;"><span style="font-size: small;">Jetzt muss ich aber laufen, um die Bahn zu erreichen. Ich verfluche, dass ich mich immernoch nicht im Fitnessstudio angemeldet habe. Kurz vor dem Kollaps erreiche ich den Bahnsteig und nur der Barmherzigkeit der Schaffnerin ist es zu verdanken, dass ich den Zug nicht verpasse. Den Zug erreicht, lasse ich mich auf einen Sitz fallen und ringe nach Atem. Erst nach zwei Haltestellen beruhigt sich mein Atem langsam. Eine ältere Frau neben mir guckt schon ganz besorgt ob meiner Atemnot. Ich bemühe mich zu einem Lächeln und versichere ihr, ich hätte kein Asthma, sei nur untrainiert. </span></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,new york,times,serif;"><span style="font-size: small;">Der Zugbegleiter nuschelt durch die Lautsprecheranlage „Fahgäschte bitte linksch auschteign“. Erfahrene Bahnfahrer kennen diesen Code. Sie wissen dann, dass sich an der nächsten Haltestelle die linke Tür öffnen wird. Alle anderen fühlen sich angesichts dieser Durchsage leicht verunsichert, aber die meisten von ihnen verlassen den Zug trotzdem durch die geöffnete, richtige Tür.</span></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,new york,times,serif;"><span style="font-size: small;">Der frühmorgendliche Sprint hat mich einiges an Kraft gekostet. Meine Beine fühlen sich an wie Wackelpudding. Am Alexanderplatz steige ich etwas verlangsamt aus dem Zug. Ein Mann, der zusteigen möchte, ruft mir zu „Mädel, ick will hier nich einschlofen!“ So ist er, der Berliner – er trägt sein Herz auf der Zunge. </span></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,new york,times,serif;"><span style="font-size: small;">Die Zeit im Büro verbringe ich ohne weitere Zwischenfälle. Dann heißt es: ab ins Nachhilfeinstitut. Heute erwartet mich eine neue Sechstklässler-Vierergruppe in Mathe. Ein Mädchen strahlt mich an:“Sie sehen aus wie meine Kusine, die hat auch ne Brille und Hautprobleme!“ Einen Moment zögere ich, wie ich auf dieses zweifelhafte Kompliment reagieren soll, schließlich bedanke ich mich höflich. Der Nachhilfeunterricht verläuft ganz ok, bis auf dass ein Junge ständig vorgibt, sich selbst zu erstechen und ein anderer hinter meinem Rücken Tänze aufführt &#8211; zur Belustigung der anderen.</span></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,new york,times,serif;"><span style="font-size: small;">Unter diesen Umständen ist es nicht gerade einfach das Umrechnen in andere Einheiten verständlich zu erklären. Ich ertappe mich dabei, wie ich mich schuldig fühle, weil ich meinen eigenen hohen Anforderungen nicht gerecht werde. Oje, schon wieder left vishuddhi – jetzt fühle ich mich gleich doppelt schuldig. </span></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: times new roman,new york,times,serif;"><span style="font-size: small;">Schließlich befinde ich mich auf dem Weg nach Hause und der Gedanke an ein Fußbad und eine Folge von King of Queens gibt mir wieder Kraft. Aber habe ich nicht den ganzen Tag „Queen of Berlin“ genossen?</span></span></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
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<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
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		<title>Die Sahaj-Kolumne: Wofür Rakis sonst noch gut sein können</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 10:56:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sahaj-Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Handarbeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich mache meine Rakis gerne selbst. Zum einen, weil es Spaß macht, zum anderen, weil einige Brüder auf ein selbstgemachtes Raki Wert legen. Wenn es nur nicht immer in Stress ausarten würde! Dieses Jahr habe ich bereits eine ganze Woche vor Raksha Bandhan mit den Rakis begonnen. Das war im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/gga1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-498" title="gga" src="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/08/gga1.jpg" alt="" width="500" height="307" /></a></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Ich mache meine Rakis gerne selbst. Zum einen, weil es Spaß macht, zum anderen, weil einige Brüder auf ein selbstgemachtes Raki Wert legen. Wenn es nur nicht immer in Stress ausarten würde! Dieses Jahr habe ich bereits eine ganze Woche vor Raksha Bandhan mit den Rakis begonnen. Das war im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung um über 100%. Letztes Jahr hatte ich nämlich in fieberhafter Eile noch am Tag von Raksha Bandhan emsig Rakis er- und beschafft. In solch einer Situation muss man sich auf die einfachen Techniken wie Flechten oder Kordeldrehen beschränken.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Dieses Jahr habe ich den Dreh raus. Auf der Zugfahrt zur Arbeit und zurück schaffe ich ein Raki in Knüpftechnik – zugegeben kein besonders kompliziertes Muster. Ein Vorteil davon ist, dass die Aufmerksamkeit in Zug, Ubahn und Tram auf dem Raki ruht und nicht auf den teilweise finsteren Mitfahrern. Und noch eine Beobachtung konnte ich machen. Frauen ab 35 können dem Rakiknüpfen nicht kommentarlos zuschauen. Das scheint gegen ihre Natur zu sein. Schnell kommen Fragen zur Technik, ob ich flechte oder knote.<span id="more-496"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Gestern sitze ich in der U-Bahn und knüpfe, als zwei Damen um die 60 sich neben mich setzen. Sie scheinen mich intensiv zu beobachten, denn sie unterhalten sich nach einer kurzen Pause ausschließlich über Handarbeiten und kommentieren meine Bemühungen. Ich schalte auf Durchzug – immerhin habe ich einen anstrengenden Arbeitstag hinter mir und will nur noch mit diesem Raki fertig werden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Da höre ich die eine sagen, „Guck mal, die Kleine ist so beschäftigt, dass sie uns gar nicht hört. Oder vielleicht versteht sie uns nicht.“ „Die Kleine!“ Sehe ich wirklich so jung aus? Ich schiebe es einfach auf´s Rakimachen. So etwas ist man ja sonst nur von Teenagern gewohnt. Ich entscheide, dass ich lieber Ausländerin als taubstumm spiele und überlege, in welcher Sprache ich bei erneuter Ansprache antworten soll. Nicht, dass mir so viele zur Verfügung ständen, aber einen Gedanken ist es wert. Ich präpariere mich, auf Englisch zu sprechen, als die U-Bahn anhält und die beiden Damen aussteigen. Glück gehabt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Beim Rakimachen fühle ich mich in Teenagertage zurück versetzt. Damals haben wir heimlich unterm Schultisch geknotet. Und tatsächlich ertappe ich mich bei dem Gedanken, ein paar Knoten hinter meinem Computerbildschirm zu machen. Doch ich lasse es lieber bleiben. Anstatt dessen muss ich einen Artikel über Kreativität schreiben. Aber gerade bei diesem Artikel lässt die Inspiration auf sich warten. Ich bin so gefrustet, dass ich überlege, ob es auffallen würde, wenn ich aus der Mittagspause einfach nicht mehr ins Büro zurückkehren würde.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Und wenn doch, wie könnte ich es meinem Chef erklären? Z.B. könnte ich sagen, ich hätte einfach vergessen, dass noch nicht Feierabend war. Ob das unglaubwürdig klingt? Ich schleppe mich zurück ins Büro und vertreibe mir die Zeit bis zum Feierabend mit ca. 1000 mal Emails-checken und Auf-die-Uhr-gucken. Dann sitze ich endlich wieder im Zug nach hause. Bewusst wähle ich einen Platz neben einem älteren Herrn. Kaum habe ich mein Raki ausgepackt, meint dieser, seine Enkelin würde auch so etwas machen. Ich ergebe mich und fange an zu plaudern. Das nächste Mal werde ich mir Visitenkarten von unserem Zentrum einstecken, denn Rakis sind wirklich der ideale Eisbrecher!</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Annika</p>
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		<title>Die Sahaj-Kolumne: Trainingscamp für Yogis</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 09:40:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich lese gerne Urlaubsanzeigen. Sie beflügeln die Phantasie. Bei „Urlaub in Bansin auf Usedom: Komfortable Ferienwohnung, für 2-3 Personen, 1 Minute zum Strand, gr. Balkon mit Meerblick“ kann ich mir den „Meerblick“ lebhaft vorstellen und schmecke die salzige Meeresluft auf meinen Lippen. Zwei Minuten Kopfkino – dann sitze ich wieder in unserer Küche und der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small;"><a href="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/Gartenzwerg_co_gr.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-447" title="Gartenzwerg_co_gr" src="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/Gartenzwerg_co_gr-224x300.jpg" alt="" width="224" height="300" /></a>Ich lese gerne Urlaubsanzeigen. Sie beflügeln die Phantasie. Bei „Urlaub in Bansin auf Usedom: Komfortable Ferienwohnung, für 2-3 Personen, 1 Minute zum Strand, gr. Balkon mit Meerblick“ kann ich mir den „Meerblick“ lebhaft vorstellen und schmecke die salzige Meeresluft auf meinen Lippen. Zwei Minuten Kopfkino – dann sitze ich wieder in unserer Küche und der Abwasch wartet. Folgendes ist mir beim Studium zahlreicher Urlaubsanzeigen aufgefallen: Es gibt kaum einen Ort, an dem <em>nicht</em> Ferien gemacht werden. Frei nach dem Motto „Das Gras ist grüner auf der anderen Seite des Zauns“ heißt Urlaub vor allem weg fahren, woanders hinfahren. So gibt es durchaus eine Menge Leute, die ihre Ferien in unserem Ort verbringen. Das brachte mich auf eine Idee: Wie würde eine Anzeige für unsere (Ferien-) Wohnung lauten? <span id="more-448"></span></span></p>
<p>„<span style="font-size: small;">Komfortable 2-Zimmerwohnung, 3 Minuten zum Bahnhof und zur nächsten Pferdekoppel, Garten (bei dessen Nutzung man aber unter der strengen Beobachtung der Nachbarn steht).“ </span></p>
<p><span style="font-size: small;">Sowieso ist jeder Yogi, der Schuldgefühle und/oder gewisse deutsche Prägungen ausarbeiten möchte, herzlich eingeladen, in unserer Wohnung Probe zu wohnen. Unsere Nachbarn sind dafür nämlich ideale Sparringspartner. Mit der Zeit habe ich sie richtig lieb gewonnen. In Zeiten von Einbruchsserien habe ich unser hermetisch abgeriegeltes Zuhause und den mit Argusaugen darüber wachenden pensionierten Kriminalkommissar aus dem Erdgeschoss zu schätzen gelernt. Dass er und seine Frau zuweilen unsere Mülltonne kontrollieren und aus Wurmbefall eine Staatsaffäre machen &#8211; darüber habe ich gelernt hinwegzusehen. Dass wir zahlreiche, insb. ausländische Gäste empfangen, dem haben sich die Nachbarn bereits angepasst. Als einige Yogis vor kurzem zu Besuch waren, hing kurz darauf ein Schild an der Haustür: „Bitte Schuhe reinigen! Please clean your shoes!“ Kurz nachdem wir eingezogen waren, wurden wir regelmäßig für alles verantwortlich gemacht, das im Hause kaputt ging. Bis mir einmal der Kragen platzte und ich den ehemaligen Kriminalkommissar darüber aufklärte, dass wir keine Schwerverbrecher seien und die mutwillige, sukzessive Zerstörung dieses Gebäudes nicht unser Hobby sei. Danach war Ruhe. Leider kam hier u.a. ein Muster zum Vorschein, dass in Deutschland recht verbreitet ist: Materialismus/Erhaltungswahn überlagert das Herz. Sich über die irreversible Beschädigung eines Gegenstands aufzuregen (ist sowieso total sinnvoll!) ist wichtiger, als auf die Gefühle des anderen Rücksicht zu nehmen. Lasst uns das umkehren und die Materie verweisen auf den Platz, der ihr gebührt – nämlich das Zusammenleben der Menschen zu <em>unterstützen</em>.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Frohe Ferien! <img src='http://www.sahajayoga.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </span></p>
<p><span style="font-size: small;">Annika</span></p>
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		<title>Die Sahaj-Kolumne: Vayu – der Name ist Programm</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 10:14:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annika</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Yoga]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt jemanden, der es definitiv wert ist, ihm eine Kolumne zu widmen. Und dieser jemand ist Vayu. Als Hundewelpe wurde er Shri Mataji geschenkt; seine ersten anderthalb Jahre verbrachte er im Schloß in Cabella. Bis eine Yogini sich beim Gassigehen verliebte und ihn zu sich nahm. Fortan belebte er unsere kleine Yogi-Nachbarschaft. Man muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/Vayu23.jpg"></a><a href="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/Vayu1.jpg"></a><a href="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/Vayu11.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-443" title="Vayu1" src="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/Vayu11-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a>Es gibt jemanden, der es definitiv wert ist, ihm eine Kolumne zu widmen. Und dieser jemand ist Vayu. Als Hundewelpe wurde er Shri Mataji geschenkt; seine ersten anderthalb Jahre verbrachte er im Schloß in Cabella. Bis eine Yogini sich beim Gassigehen verliebte und ihn zu sich nahm. Fortan belebte er unsere kleine Yogi-Nachbarschaft. Man muss hinzufügen: Vayu ist gebürtiger Italiener. Daher hört er (wenn überhaupt) nur auf italienische Kommandos und das erklärt auch sein Temperament. Er ist sehr – nennen wir es mal – extrovertiert. Mag er jemanden (und das trifft auf ungefähr alle zu, einschließlich Einbrecher), wird er diese Sympathie auch bezeugen – meist feucht-fröhlich. D.h. mit <em>fröhlich</em> wedelndem Schwanz wird er versuchen, dieser Person einen <em>feuchten</em> Lecker einmal quer über das Gesicht zu verpassen. Bei soviel ehrlich gemeinter Zuneigung fühlte ich mich manches Mal etwas überfordert.<span id="more-437"></span></p>
<p>Ich weiß nicht, wer ihm seinen Namen gab. Auf jedem Fall wird er ihm ohne Zweifel gerecht. Er scheint ein besonderes Blessing von Shri Vayu, dem Gott des Windes, zu besitzen. In Windeseile schafft er, sich aus diversen Hundehalsbändern zu befreien. Wie ein Tornado flitzt er gleich darauf der Freiheit entgegen. Vayu ist ein „free spirit“, dessen Durst nach Freiheit ihn immer wieder zu überraschenden Höchstleistungen antreibt. Über hohe Zäune springen oder sich unter denselben durchgraben, das Halsband durchkauen – Vayu ist erfinderisch, insb. wenn eine Hundedame in Riechweite ist. Wir haben schon vermutet, er könnte die Inkarnation von Houdini, dem Entfesselungskünstler sein.</p>
<p>Mit seinen Kunststücken hat Vayu bereits einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht unter der hiesigen Polizei, dem Ordnungsamt, diversen Hundefängern und Bewohnern dieses und einiger Nachbarorte. Nicht nur einmal sah ich im Augenwinkel einen blonden Blitz am Küchenfenster vorbeiflitzen und wusste Bescheid: Vayu war mal wieder auf Streifzug. Und dabei ließ er kein Abenteuer aus: Vermutlich veranlasste ihn seine Neugier, an allerhand herumzuprobieren, und so kehrte er manchmal mit fürchterlichen Durchfällen heim. Einmal wurde er im Baumarkt eingefangen, als er sich dort die Fische im Aquarium anschaute. Einmal fuhr er allein mit dem Zug bis ans andere Ende von Berlin – natürlich schwarz. Er machte Bekanntschaft mit diversen Tier- und Hundeheimen in der Umgebung. Vermutlich sah er seine Aufgabe darin, überall Vibrationen zu verbreiten.</p>
<p>Einen Hund wie Vayu kann man für eine Kollektivität nur empfehlen. Es schweißt ungeheuer zusammen, wenn man sich gemeinsam auf die Suche begibt, verzweifelt einem blitzschnellen Hund hinterherjagt oder Strategien erarbeitet, wie man ihm den Weg abschneiden oder Köder auslegen kann. Den Spaßfaktor darf man dabei auch nicht vergessen. Den hatten insb. auch die Kinder. Vayu ist nämlich ein Kinderfreund und zeigt sich Kindern gegenüber von seiner besonders spaßigen Seite. Nur bei Fernsehabenden störte er zuweilen etwas; wenn er seine Schnauze in jede Chips-Schüssel stecken musste und wenn ihm beim entspannten Liegen vor dem Fernseher gewisse Lüfte entkrochen.</p>
<p>Bemerkenswert ist, dass er nach all seinen Eskapaden immer irgendwie wieder zurückkehrte – teilweise auch von allein. Oder er war einfach schlau, denn seine Besitzerin bereitete ihm den Hundehimmel auf Erden. Bis sie ihn abgeben musste. Nun lebt er bei Yogis in Finnland und wird dort die Kollektivität gehörig aufmischen. Ich bin schon auf Hundegeschichten aus Helsinki gespannt. Vayu, wir werden dich vermissen.</p>
<p>Annika</p>
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		<title>Die Sahaj-Kolumne: Die Wahrheit über russische Massage</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 09:34:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Geschichte von meiner massierenden russischen Schwiegermutter kennen Sie ja bereits. Russen und Massage – das ist ein Thema für sich. Ich habe noch keinen Russen getroffen, der nicht auf Massage schwört (mein Mann eingeschlossen). Es gibt einige Bezeichnungen für Massagetechniken, die auf deren russischen Ursprung hinweisen so z.B. „der russische Traktor“. Dieser hat übrigens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-420" title="3630501170_bb9798cabf" src="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/3630501170_bb9798cabf-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" />Die Geschichte von meiner massierenden russischen Schwiegermutter kennen Sie ja bereits. Russen und Massage – das ist ein Thema für sich. Ich habe noch keinen Russen getroffen, der nicht auf Massage schwört (mein Mann eingeschlossen). Es gibt einige Bezeichnungen für Massagetechniken, die auf deren russischen Ursprung hinweisen so z.B. „der russische Traktor“. Dieser hat übrigens nachhaltig Eindruck bei mir hinterlassen und das nicht nur, weil ich bei der Behandlung mehrmals glaubte, meine Wirbelsäule würde brechen.</p>
<p>Vor kurzem waren wir in meiner Heimatstadt. Dort gibt es ein russisches Geschäft. Genau wie asiatische Geschäfte immer etwas muffig und türkische immer fruchtig-nussig riechen, haben auch russische Geschäfte ihren ganz eigenen Geruch. Der ist angesiedelt irgendwo zwischen Dosenfleisch und Pryaniki.</p>
<p>Als besonderes Angebot darf man im besagten russischen Geschäft in meiner Heimatstadt kostenfrei die zwei Massageliegen im Nebenraum ausprobieren. Wo bekommt man schon eine Massage umsonst? Mein Mann und ich waren bereit, uns verwöhnen zu lassen.<span id="more-418"></span></p>
<p>Es begann auch ganz harmlos. Der nette ältere Herr, der wohl bis heute nicht verstanden hat, dass ich Russisch nur nach dem Zufallsprinzip verstehe, erklärt uns lang und breit über die zahlreichen Vorteile dieser Massagebänke auf. Währenddessen weist er uns an, Platz zu nehmen. Er schnallt uns an, deckt uns liebevoll zu und schaltet die Monstergeräte mit einem breiten Goldzahn-Lächeln ein. Die Bank wird warm, ich finde es so richtig gemütlich unter der Decke – im Hintergrund die Geräusche aus dem Geschäft. Das Zimmer ist geschmückt mit Postern von Hundewelpen und Küken – tja, das russische Herz ist weich, die Schale jedoch hart. Auf einmal fängt die Monstermaschine an. Eine Art Walze walzt sich unter meinem Körper hindurch und Griffe, die wie Fallen auf- und zuschnappen tragen Sorge, dass ich nicht ausweichen kann, wenn die Walze irgendwelche Knochenvorsprünge passiert. Ich denke mir, wenigstens hat das nach 15 Minuten ein Ende. Doch da habe ich mich geirrt – mit meinem kläglichen Russisch habe ich 15 mit 45 verwechselt! Während mich die Walze foltert, redet der nette ältere Herr weiter auf mich ein. Seine Stimme untermalt meine Qualen. Ich werfe einen Seitenblick auf meinen Mann und keuche „Und, wie gefällt´s dir?“ Ihm scheint es zu gefallen. Ich traue mich nicht, den alten Herrn zu verletzen und halte tapfer aus. Nur einmal bitte ich ihn die Temperatur etwas runter zu stellen – haarscharf bevor mein Steißbein angesengt wird. Nach dieser Behandlung bin ich rechtschaffen ko. Die Verkäuferin scheint es mir anzusehen und schenkt mir einen Aufbauriegel aus Ochsenblut, den ich dankend ablehne.</p>
<p>Wieder zu hause angekommen, lege ich mich auf´s Sofa und reibe meine geschundenen Knochen. So schnell kriegt mich keiner mehr auf russische Massagebänke. „Russische Massagebank“ &#8211; das ist nämlich ein Synonym für moderne Folter.</p>
<p>PS: Und für alle, die bei dieser Kolumne den Bezug zu Sahaja Yoga vermissen, der Hinweis: Humor ist eine Qualität des Vishuddhis <img src='http://www.sahajayoga.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>PPS: Und noch ein Hinweis an alle Russischstämmigen, die diesen Text gelesen haben: I love you all!!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Sahaj-Kolumne: Yogis im Schwimmbad &#8211; Chlor und Vibrationen</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 09:53:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein Mann und ich gehen jetzt zweimal pro Woche schwimmen. Die Bewegung tut dem Körper gut. Mal gleitet man schwerelos durch´s Wasser, mal ackert man sich Bahn für Bahn einem unbekannten Ziel entgegen – vermutlich einzig der körperlichen Müdigkeit, die einem entspannten Fernsehabend danach das gewisse Etwas verleiht. Das Schwimmbad ist eine Welt für sich. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/nichtrauchen-comic_42.jpg"></a><a href="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/nichtrauchen-comic_43.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-393" title="nichtrauchen-comic_4" src="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/nichtrauchen-comic_43.jpg" alt="" width="490" height="136" /></a></p>
<p>Mein Mann und ich gehen jetzt zweimal pro Woche schwimmen. Die Bewegung tut dem Körper gut. Mal gleitet man schwerelos durch´s Wasser, mal ackert man sich Bahn für Bahn einem unbekannten Ziel entgegen – vermutlich einzig der körperlichen Müdigkeit, die einem entspannten Fernsehabend danach das gewisse Etwas verleiht.<span id="more-387"></span></p>
<p>Das Schwimmbad ist eine Welt für sich. Da gibt es den gesundheitsbewussten Vielschwimmer, der mit stoischem Blick unendlich viele Bahnen abarbeitet, die Omis, die teilweise im Wasser überraschende Geschwindigkeiten entwickeln. Jedesmal sehe ich abnehmwillige Frauen, die immer eine Freundin dabei haben, nach jeder Bahn ein Schwätzchen halten und sich ausrechnen, wieviele Kalorien sie schon verbrannt haben. Da gibt es die Jungs, die im Sprungbecken ihre Show abziehen; die türkischen Großfamilien, die sich jeweils mit allen Mitgliedern – vom Kleinkind bis zur Oma – im Nichtschwimmerbecken häuslich einrichten. Da wären die Teilnehmer der Aquafitness-Kurse, die zu heißen Rhythmen und gegen den Wasserwiderstand auf ihre Art den Fettpölsterchen zu Leibe rücken. Und nicht zu vergessen der Bademeister, der wahnsinnig relaaaaaxed aussieht (wessen Arbeitsbekleidung besteht schon aus Badelatschen, T-Shirt und Badehose?), es sei denn, ein paar vorwitzige Jugendliche springen vom Beckenrand..</p>
<p>Wie Makrokosmos so Mikrokosmos – auch mit dem Elektronenmikroskop betrachtet ist das Schwimmbad eine (Keim-)Welt für sich. Deshalb habe ich auch kein Verständnis für Leute, die sich über den Chlorgehalt des Wassers beschweren. Das Meer mag in gewissen Grenzen die Fähigkeit haben, sich selbst zu reinigen, nicht so ein Schwimmbecken mit den Abmaßen 50 mal 25m. Chlor ist Verbündeter meines Immunsystems im Kampf gegen Chlamydien &amp; Co.</p>
<p>Beim letzten Mal durch´s Wasser Gleiten kam mir noch eine andere Idee: Können Yogis das Wasser eines Schwimmbeckens allein durch´s darin Schwimmen vibrieren? Darüber nachzudenken hat Vibrationen. Einen Gedanken daran zu verschwenden ist durchaus sinnvoll. Das Bewusstsein über die eigenen Möglichkeiten schafft Würde und Selbstrespekt. Eine Yogini erzählte mir einmal von einem ihrer Träume. Sie habe eine andere Yogini im Traum gesehen, die durch Berlin gelaufen sei und an allen Ecken sei Goldstaub von ihr abgefallen. Das ist eine schöne Vorstellung.</p>
<p>Annika</p>
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		<title>Die Sahaj-Kolumne: Meine russische Schwiegermutter</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 08:17:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annika</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor ein paar Wochen war meine Schwiegermutter zu Besuch. Ich muss sagen, mit meinen Schwiegereltern habe ich Glück gehabt; sie sind total in Ordnung. Jedesmal, wenn meine Schwiegermutter zu Besuch ist, bemächtigt sie sich als erstes der Küche. Sie bringt mir bei, wie ich Gurken einlege, Sauerkraut herstelle – alles Sachen, die man in Deutschland [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Janine-Di-Giovanni-with-001.jpg"></a></p>
<p><a href="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/how_to_be_a_good_mother_in_law_pm.jpg"></a><a href="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Janine-Di-Giovanni-with-0011.jpg"></a><a href="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Janine-Di-Giovanni-with-0012.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-378" title="-Janine-Di-Giovanni-with--001" src="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/Janine-Di-Giovanni-with-0012-300x180.jpg" alt="" width="300" height="180" /></a>Vor ein paar Wochen war meine Schwiegermutter zu Besuch. Ich muss sagen, mit meinen Schwiegereltern habe ich Glück gehabt; sie sind total in Ordnung.</p>
<p lang="de-DE">Jedesmal, wenn meine Schwiegermutter zu Besuch ist, bemächtigt sie sich als erstes der Küche. Sie bringt mir bei, wie ich Gurken einlege, Sauerkraut herstelle – alles Sachen, die man in Deutschland leider nur noch selten selbst macht. Meine Schwiegermutter hat ein unerschöpfliches Repertoire an Rezepten – gute (fettige) russische Küche. Diese zaubert ein Lächeln auf das Gesicht meines Mannes und gleich darauf eine schmerzvolle Verzerrung – durch die Erinnerung daran, dass er auf all das während ihrer Abwesenheit verzichten musste.<span id="more-371"></span></p>
<p lang="de-DE">Ein unerlässlicher Bestandteil ihrer Besuche ist die Schnäppchenjagd. Dabei wird genau die Höhe des Rabatts gegen die Qualität und nicht zuletzt die Marke abgewogen bis man sich zu einer Kaufentscheidung durchringt. Nach 4 Stunden Outlet Center mit Kaufberatung auf Russisch ohne Wörterbuch fühle ich mich wie nach einem 10 Stunden-Arbeitstag im Krankenhaus.</p>
<p lang="de-DE">Während ihrer Besuche funktioniert meine Schwiegermutter unser Wohnzimmer kurzerhand zum Massagestudio um, in dem sie großzügigerweise alle möglichen Bekannten und Yogis empfängt. Sie ist nämlich Masseurin und der festen Überzeugung, dass man fast alles durch Massage kurieren kann. Vor dieser großherzigen Hilfsbereitschaft ist keiner sicher. Erzähle ich ihr von einem Zipperlein jedweder Art, setzt sie eine unnachahmliche Miene auf und sagt halb-mitfühlend, halb-triumphierend nur ein Wort: „Massasch“. Wenn ich mir dann nicht schleunigst überlege, was wir als nächstes ganz dringend machen müssen, weiß ich schon, was mir blüht. Ihre Massagen sind nämlich nicht nur extrem wirksam sondern auch extrem schmerzhaft (was natürlich allein daran liegt, dass ich so verspannt bin).</p>
<p lang="de-DE">Wenn ich mit meiner Schwiegermutter allein bin (ca. 90% der Zeit, weil mein Mann ja arbeitet), unterhalten wir uns oft über Frauenthemen (soweit das möglich ist mit meinem Kauderwelsch-Russisch). Von Frau zu Frau gibt sie mir geheime Tipps, wie ich mit ihrem Sohn umgehen soll. Ich muss sagen, ich habe schon eine Menge gelernt. An dieser Stelle einige Tipps für alle Ehefrauen, die keine russische Schwiegermutter haben.</p>
<ol>
<li>
<p lang="de-DE">Fang kein ernstes Thema an zu besprechen, bevor dein Mann sein Abendessen gehabt hat.</p>
</li>
<li>
<p lang="de-DE">Männer mögen keine allzu selbständigen Frauen (dann fühlen sie sich nämlich nicht gebraucht).</p>
</li>
<li>
<p lang="de-DE">Man erreicht sein Ziel bei einem Mann, indem man sein Ego geschickt manövriert. Ein Beispiel: Eine Ehefrau möchte, dass ihr Mann mehr Sport treibt. Er verbringt aber seine Abende lieber auf der Couch vor dem Fernseher. Wenn sie ihm einen Vortrag über die zahlreichen Vorteile körperlicher Betätigung hält, wird das vermutlich nicht viel ändern. Wenn sie allerdings selbst anfängt Sport zu treiben und ihren Mann darum bittet, sie zu begleiten, „denn es ist abends ja so dunkel“, wird das vermutlich Wirkung zeigen. &#8211; Ganz schön anstrengend, eine Frau zu sein&#8230;</p>
</li>
</ol>
<p lang="de-DE">Dann kutschiere ich meine Schwiegermutter ein bisschen mit dem Auto durch die Gegend. Sie ist voll des Lobes für Berlin und seine Umgebung und Deutschland überhaupt. Ich kann mir schon lebhaft vorstellen, wie sie zuhause ihren Freundinnen vom Leben ihres Sohnes in Deutschland vorschwärmt.</p>
<p lang="de-DE">Annika</p>
<p lang="de-DE"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"> </span></span></p>
<p lang="de-DE"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Zum Thema Schwiegereltern habe ich folgenden Abschnitt aus einer Rede Shri Matajis gefunden:</span></span></p>
<p lang="de-DE">„<span style="font-family: Courier Neu;">You see like a bride comes in the house. And then the mother-in-law gives </span></p>
<p lang="de-DE"><span style="font-family: Courier Neu;">the keys to her. And this is your house, Virajiea, and you are the owner </span></p>
<p lang="de-DE"><span style="font-family: Courier Neu;">of this house, come along and enjoy. So she feels it. Now she is the </span></p>
<p lang="de-DE"><span style="font-family: Courier Neu;">owner. How should she behave? How should she be humble. How she should be </span></p>
<p lang="de-DE"><span style="font-family: Courier Neu;"><span style="font-size: small;">kind, respectful and how she receives respect from others.” </span></span></p>
<p lang="de-DE"><span style="font-family: Courier Neu;"><span style="font-size: small;">Sydney, 25/03/81</span></span></p>
<p lang="de-DE">
<p lang="de-DE">
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Sahaj-Kolumne: Wenn das Göttliche einen testet &#8211; und was man dabei über Litschis lernen kann</title>
		<link>http://www.sahajayoga.de/blog/2010/03/03/die-sahaj-kolumne-wenn-das-gottliche-einen-testet-und-was-man-dabei-uber-litschis-lernen-kann/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 15:17:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sahaj-Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Göttliches]]></category>
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		<category><![CDATA[Sahaja Yoga]]></category>
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		<category><![CDATA[Zufriedenheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeder, der ein paar Jahre dabei ist, kennt sie: Tests – Situationen, in denen man mit dem Rücken zur Wand steht, in denen es von allen Seiten ganz Dicke kommt (wahrscheinlich, um zu verhindern, dass man sich mit etwas Angenehmem ablenken kann). Nachdem man eifrig nach einem Schlupfloch gesucht hat, nach einer Möglichkeit, das Unvermeidliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/litschi.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-348" title="litschi" src="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/litschi-300x250.jpg" alt="" width="300" height="250" /></a></p>
<p>Jeder, der ein paar Jahre dabei ist, kennt sie: Tests – Situationen, in denen man mit dem Rücken zur Wand steht, in denen es von allen Seiten ganz Dicke kommt (wahrscheinlich, um zu verhindern, dass man sich mit etwas Angenehmem ablenken kann). Nachdem man eifrig nach einem Schlupfloch gesucht hat, nach einer Möglichkeit, das Unvermeidliche zu umgehen, steht man am Schluss vor der Wahl: „surrender“ oder aufhören zu meditieren. Das Göttliche trägt dafür Sorge, dass ein jeder diese Tests bekommt. Typischerweise sind die Tests der anderen immer kinderleicht. Z.B. würde ich einen meiner Tests gern eintauschen gegen den Test, dass man sich in Deutschland nicht eingewöhnen kann. Doch das gilt wohl nicht.. Ein Test ist nur ein echter Test, wenn er einen dort trifft, wo es so richtig wehtut.<span id="more-347"></span> Das ist höchst individuell. Bei dem einen ist es die (nicht vorhandene) Ehe oder die (nicht vorhandenen) Kinder; bei dem anderen sind es die Eltern, die Eingewöhnung in ein fremdes Land, Existenznöte.. Ich könnte mir vorstellen, es gibt einen Testengel, der wie Cupido herumfliegt und dessen Pfeile zielsicher treffen. Und genau wie bei einem Test in der Schule gibt es dann zwei Möglichkeiten: entweder man besteht oder man fällt durch. Entweder man vertraut sich irgendwann dem Göttlichen an oder man sucht weiter und weiter nach Umwegen, bis man meilenweit von seinem Spirit entfernt ist. Dann fällt die Umkehr immer schwerer. Sich dem Göttlichen anzuvertrauen heißt nicht in Passivität zu verfallen. Es ist eher eine Einstellung. Man ist bereit, göttliche Lösungen zu akzeptieren (die unter Umständen meilenweit von den eigenen Vorstellungen abweichen). Mit unserem Verstand können wir sowieso nur einen kleinen Ausschnitt unseres Lebens beurteilen. Den großen Überblick hat jemand anderes..</p>
<p>Mein erster großer Test war, als ich mit 14 einsehen musste, dass ich nicht das Zeug zu einer Weltklasse-Tischtennisspielerin hatte. Heute bin ich dankbar dafür. Vermutlich hätte ich bei all den Meisterschaften und Autogrammstunden keine Zeit für Sahaja Yoga gefunden. Und dann gäbe es diese Kolumne nicht. Dann könnte ich der Welt auch nicht von meiner heutigen Erkenntnis berichten.</p>
<p>Ich habe nämlich endlich herausgefunden, warum die Litschi Litschi heißt. Die Antwort ist folgende: Der, der diesen Namen zum ersten Mal aufgeschrieben hat, dessen Schreibmaschine war kaputt – und zwar das „g“. Eigentlich sollte diese Frucht Glitschig heißen – ein sehr deskriptiver Name. Doch in Ermangelung des „g“ wurde daraus Litschi. Wäre ich Tischtennisprofi geworden, wäre das der Welt wohl für immer verborgen geblieben..</p>
<p>Annika</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Sahaj-Kolumne: Romantik – vereinbar mit dem spirituellen Weg?</title>
		<link>http://www.sahajayoga.de/blog/2010/02/19/die-sahaj-kolumne-romantik-%e2%80%93-vereinbar-mit-dem-spirituellen-weg/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 11:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Annika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sahaj-Kolumne]]></category>
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		<category><![CDATA[Spiritualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern war ich im Theater. Meine Freundin und ich sahen eine Komödie inklusive Liebesgeschichte – also alles, was mein Frauenherz begehrt. Das regte mich zum Nachdenken an über die romantische Liebe. Der Begriff „romantisch“ leitet sich laut Wörterbuch ab von „übertrieben zügellos, phantastisch, romanhaft“. Geprägt ist er von der kulturgeschichtlichen Epoche der Romantik. Im alltäglichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/3405266166_ac85479a84.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-322" title="3405266166_ac85479a84" src="http://www.sahajayoga.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/3405266166_ac85479a84-249x300.jpg" alt="" width="249" height="300" /></a></p>
<p>Gestern war ich im Theater. Meine Freundin und ich sahen eine Komödie inklusive Liebesgeschichte – also alles, was mein Frauenherz begehrt. Das regte mich zum Nachdenken an über die romantische Liebe. Der Begriff „romantisch“ leitet sich laut Wörterbuch ab von „übertrieben zügellos, phantastisch, romanhaft“. Geprägt ist er von der kulturgeschichtlichen Epoche der Romantik. Im alltäglichen Sprachgebrauch beschreibt er die Eigenschaft einer Sache oder eines Ereignisses, Menschen mit <a href="file:///wiki/Liebe">Liebe</a> und <a href="file:///wiki/Sehnsucht">Sehnsucht</a> zu erfüllen.</p>
<p>Die Schwierigkeit ist vermutlich, dass ein jeder etwas anderes unter Romantik versteht: klischeehaften Vorstellungen wie „zu zweit den Sonnenuntergang am Meer genießen“; Schwärmerei, wie sie bei vielen romantischen Dichtern zum Ausdruck kommt oder einfach den Ausdruck von Liebe. Klischeehafte Vorstellungen sind künstlich, nichts als Konditionierungen. Schwärmerei kann Wahncharakter annehmen und von der inneren Mitte wegführen. Nicht zufällig war Goethes Werther suizidal. In spirituellen Kreisen wird häufig von der Liebe des Spirits gesprochen, die alles und jeden umfasst. Die gibt es tatsächlich. In Sahaja Yoga ist sie durchaus erfahrbar.<span id="more-323"></span></p>
<p>Nur begehen manche den Fehler, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Wie soll man Liebe für die ganze Welt empfinden können, wenn man nicht einmal die Allernächsten in seine Liebe einschließen kann? Zugegeben, die ganze Welt hat den Vorteil, dass sie für einen meist eine vage Vorstellung ist, von der man leicht innerlich etwas Abstand nehmen kann. Nicht so von den Familienangehörigen, Nachbarn, anderen Mitglieder der Sahaja Yoga-Gemeinschaft.. Auf dieser Ebene bedeutet Liebe manchmal harte Arbeit. Groll, Schuldgefühle, Anhaftung und vieles andere können den natürlichen Fluss der Liebe behindern.</p>
<p>Übrigens habe ich hier in Deutschland eine Prägung entdeckt, die der Liebe äußerst abträglich ist: Liebe wird geringgeschätzt. In manchen spirituellen Gruppierungen wird sie gar als Charakterschwäche abgetan. Liebe ist Lebenselixir. Ohne die Liebe des Göttlichen, wäre die Welt nicht entstanden. Ohne die Liebe zweier Menschen entsteht kein Kind. Der Weg in die Mitte führt zwar immer über die rechte Seite, aber die linke muss auch integriert werden. Mit den Emotionen aber stehen die Deutschen auf Kriegsfuß und das seit Hunderten von Jahren. Sie stehen ihnen äußerst skeptisch gegenüber, trauen ihnen nicht über den Weg, fürchten den Verlust der Kontrolle. Außerdem sind Emotionen doch irrational..! Viele sind zufrieden innerhalb dieser selbstgesteckten Grenzen von Kontrollierbarkeit, Rationalität, Linearität. Nur entgeht ihnen dabei soviel Erhebendes, Inspirierendes (und ab und zu auch mal etwas Trauriges). Und auch der spirituelle Weg führt nicht vorbei an Emotionen, sondern beinhaltet die Integration, die positive Kanalisierung unserer Gefühle.</p>
<p>Let´s open our hearts and express our love!</p>
<p>Annika</p>
<p>„<span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Very few people can have a love as Romeo had, I can tell you this. It&#8217;s easy to think that you are a Romeo. It&#8217;s different. You can think you are the King of England, it&#8217;s alright, but you don&#8217;t become that way. So to be Romeo itself you have to have a tremendous character, a tremendous sense of sacrifice and love and understanding of what you want. You want to love thats all, nothing beyond or before. I mean a man, when he falls in love, he falls in love for ever and ever and ever. If he falls in love many times it can not be love.“ Shri Mataji Nirmala Devi, Dorset, England 2.8.1981</span></span></p>
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