Kategorie: kolumne

Ich esse, also bin ich ?

Essen und trinken sichern unser Überleben und tragen einen wesentlichen Teil dazu bei, dass wir uns gut fühlen.

Es gibt ganze Filme darüber wie wichtig es ist, wieviel, wann und was wir essen.

Es gibt einen Unterschied, ob wir Softdrinks aus 2 Liter Bechern trinken und Pommes dazu essen oder uns von Bio Gemüse ernähren.

Das, was wir uns genehmigen, nimmt Einfluß auf unseren Energiehaushalt. Vielleicht fühlen wir uns nach der Mahlzeit voll, träge und müde oder sie gibt uns Kraft, macht uns fit und klar.

Essen kann uns krank machen, aber auch gesund. Manches ist gut für uns, aber vieles eben auch nicht. Und es obliegt wie immer unserer eigenen Unterscheidungskraft und der Fähigkeit auf unseren Körper zu hören, um herauszufinden, was wir besser nicht auf unseren Teller legen und was dafür schon.

Miso-Soup

Ist es besser fleischlos zu leben? Oder vielleicht nicht? Milchprodukte? Vollkorn? Gesschmacksverstärker? Muß jeder für sich selber herausfinden.

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Mister Ego

Manchmal kommen mein Mann und ich uns vor wie Frodo.

Haben wir den Ring so gut wie abgelegt in der Meditation, er kommt doch immer wieder zurueck-ganz schoen laestig..

Wenigstens schaffen wir es immer besser, das eigene Ego und das des anderen zu witnessen im Bewusstsein, dass wir der Spirit und damit eins sind.

Der Mister Ego ist halt verdammt hartnaeckig und versucht es immer wieder, die Einheit anzugreifen. Er beschleicht z.B. in Form von (enttaeuschten) Erwartungen.

Am schlimmsten wird es, wenn man sich involviert und tatsaechlich daran glaubt, man allein haette die Weisheit fuer sich gepachtet und man sei besser als der andere-Alarmstufe rot: akuter, massiver Ego-Angriff!!

Schnell ein Eispack auf die linke Kopfhaelfte! Langsam gehen dem Mister Ego die Strategien aus; er ist ja auch oede und berechenbar.

Mit unserem Sohn schicken wir jeden morgen den Mister Ego zum Fenster hinaus, in der Hoffnung, dass er bald ganz draussen bleibt..

😉
Annika

Ohne Fleiß – kein Preis

Es gibt hier leider einen verbreiteten Irrglauben: Wenn wir unsere Selbstverwirklichung bekommen, unsere Kundalini aufgestiegen ist und zu Sahaja Yoga Programmen kommen, dann ist alles auf einmal super und es verschwindet, was uns belastet, wir sehen die Welt durch die rosa Brille, werden nie mehr krank und fühlen uns auf immer und ewig behütet in Freude und baden ständig in unendlicher Liebe.

Der Irrglaube besteht darin, dass eben nicht von alleine alles verschwindet, was wir manchmal jahrelang mit uns umher tragen und oft auch behüten und pflegen… Diese große Reinigung dauert eine ganze Weile – und wenn man denkt, jetzt ist alles gut, dann findet man meistens erst die tiefen, großen Baustellen

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Ohne Fleiß kein Preis…! Und beginnen können wir nun erstmal damit, vor der eigenen Türe zu kehren.. und dann wird der Keller ausgeräumt – und da haben wir meistens so einiges gelagert, das besser versteckt bleiben könnte. Nichts desto trotz muss er nun mal weg, der Dreck – wenn wir vorhaben in vollem Glanze zu erstrahlen!

Das Gute daran ist, dass es eigentlich Allen so geht: Wir entwickeln uns und in dem Masse, in dem wir uns um diese Entwicklung kümmern und uns damit beschäftigen, bewegen wir uns etwas schneller oder langsam von einer Stufe zur nächsten. Wir haben uns und unsere Kundalini, die uns leiten kann und jede Menge Hilfsmittel. Sei es Fussbad, Kerzen-Treatment, Affirmationen..

Essentiell bei allem ist aber die Gedankenfreiheit. Nur wenn wir wirklich frei von Gedanken sind, können wir uns auch wirklich weiter bewegen. In Gedankenfreiheit haben wir ungeahnte Möglichkeiten: frei von Konzepten, Ideen und Vorstellungen können wir Sachen begreifen, die wir in unserer kleinen Dimesion, die wir mit unserem Intellekt erlernt haben, nie sehen könnten.

Es gibt kein Allgemein-Rezept, das für jeden von uns gleichermaßen gilt. Der eine soll lernen zu zu hören, der andere zu sprechen, die eine muß beginnen für sich einzustehen und die andere mit dem zufrieden zu sein, was sie hat, wieder andere müssen sich in Großzügigkeit üben, während die, die immer viel geben auch einmal etwas nehmen lernen müssen…

Jeder hat sein ganz individuelles Gepäck, mit dem er/sie durchs Leben wandert. Wir können uns jedoch gegenseitig bei unserem Weg unterstützen und uns einander immer wieder Verzeihen und neue Chancen geben.

So geben wir einander immer aufs Neue die Möglichkeit, die Leichen aus unserem Keller zu beseitigen und neu zu beginnen… Und wer möchte nicht gern ein sauberes Haus haben und auch die Chance bekommen, es sauber machen zu können.

 

Water Lilly

 

Zum Schluss noch ein kleines Geheimnis: Wenn wir meditieren und unsere Gedanken still sind, wenn wir kühlen Wind in und um uns spüren, dann sind wir im Hier und Jetzt und ALLES ist in Ordnung. Wir sind mit unserem Spirit verbunden, der ganz frei ist von Krankheit, Sorgen, Vorstellungen und Bedürfnissen.Und dann, genau in diesem Augenblick ist es keine Illusion sondern Wahrheit, dass wir über allen Dingen stehen.

Deshalb ist es so erstrebenswert, dahin immer wieder zurück zu kommen und sich immer wieder mit diesem Zustand zu verbinden. Und dabei ist es jedem selbst überlassen, mit welcher Intensität wir uns um unseren Weg kümmern und welche Prioritäten wir setzen…

  🙂  Alles Liebe – yvonne

Kündigung der Freundschaft

Lieber Mister Ego, jahrelang warst du mein enger Freund.

Doch ich fühle mich verraten. Du gabst mir schlaue Ideen wie „Pass auf, dass du dich nicht aufopferst!“ (Nachdem ich einen Kuchen für jemanden gebacken hatte.) „Ohne genügend Schlaf wirst du krank!“ (Mindestens 10 Stunden pro Nacht) „Das kannst du jetzt auf keinen Fall tun, das würde dich ja deine 2 Stunden Fernsehen am Abend kosten!“ „Er hat meinen Geburtstag vergessen, wieso sollte ich also an seinen denken?!“ „Lass deine Mitmenschen auf keinen Fall von alleine wachsen-ohne deine Kritik kommen sie nicht weiter!“ „Kümmer dich immer erst um dich selbst-sonst tut es ja keiner!“

Einer deiner wirksamsten Tricks war die Projektion: „Wenn ich den und den besuche, stoere ich sicher, also bleibe ich lieber zuhause.“ „X, y, z denkt sicher x, y, z über mich (und deshalb kann ich ihn/sie nicht leiden).“

Mister Ego, du versprachst mir Glück und Zufriedenheit. Jahrelang hab ich gewissenhaft nach deinen Anweisungen gelebt. Doch nun muss ich feststellen: es war alles Betrug! Anstatt hin zur Freude fuehrtest du mich in die Isolation. Hiermit kündige ich dir die Freundschaft und wende mich in Zukunft an deine Erzfeinde, das Herz und die Liebe!

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🙂 Annika

Wohlwollen, das Zauberwort

Wir alle befinden uns ständig in irgendwelchen Gefügen mit anderen Menschen. Sei es in der Familie, mit Freunden, mit Arbeitskollegen, in Vereinen oder einfach in einem Wohnhaus mit den Nachbarn. Wir wollen und müssen uns auf diesem oder anderem Wege mehr oder weniger einbringen, Rücksicht nehmen, oder auch mal nicht und uns in diesen Gruppen zurechtfinden. Nun ist es auch kein Geheimnis, daß Menschen oft sehr schwierig sein können. Die einen sind Egoisten, die anderen jammern gern, wieder andere sind sehr darauf bedacht, wie sie nach außen wirken, oder vielleicht auch nur oberflächlich nett und freundlich und in Wahrheit ganz anders usw. Deshalb versuchen wir wohl auch, unsere Umgebung mit Menschen zu füllen, die wir mögen, uns gut tun, ehrlich und freundlich sind.

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Ein Besuch bei einer Homöopathin

 
 
Neulich war ich bei einer Homöopathin. In einer Angelegenheit, in der eine annähernd „ganzheitliche“ Behandlung angesagt war, wand ich mich an eine Homöopathin, bei der ich einmal vor Jahren erfolgreich in Behandlung war. Engagement wird bei dieser Homöopathin groß geschrieben. Auf meine Nachricht auf ihrem Anrufbeantworter hin, ruft sie mich gleich zweimal zurück. Sie brauche mehr Zeit für die Anamnese (bei meinem ersten Besuch ca. 2 ½ Stunden) und bleibe deshalb private Ärztin, da die Krankenkassen einen solchen Zeitaufwand nicht für nötig befänden. Ich dürfe sie jederzeit anrufen, falls mir noch etwas einfällt, dass zur Arzneifindung von Bedeutung sei. Was das sein könnte? Eigentlich alles: körperliche und emotionale Befindlichkeit zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten, Essens- und Wettervorlieben, Familiengeschichte, Krankheiten.. Das nenn ich ganzheitlich..

Beim ersten Termin nimmt sie mich sogar auf Video auf, um sich dann die 2 ½ Stunden Gespräch nochmal beim sogenannten „Repertorisieren“ zu Gemüte zu führen.

Der Körperbau der Homöopathin ist zierlich, aber tough. Ihre Bewegungen sind leicht hektisch und die Sprache gleicht einem Singsang. Vermutlich eignet man sich das an, wenn man sich stundenlang winzige Details aus dem Leben anderer Menschen anhören muss. Die Haltung ist leicht gebeugt – das kommt bestimmt vom vielen Repertorisieren.

Gleich zu Beginn fällt mir ein riesiges Ekzem an ihrer rechten Hand auf. Ich versuche nicht hinzusehen. Jeder andere Arzt würde sich schämen, würde es doch seine Kompetenz in Frage stellen. Die Homöopathin jedoch trägt Hauterkrankungen jedweder Art mit Stolz zur Schau – sind sie doch nach homöopathischen Glaubenssätzen ein Beweis dafür, dass sich „die Störung“ nur noch auf der „oberflächlichsten Ebene“ befindet.

Als sie mich nach Hauterkrankungen fragt und ich ihr stolz berichte, dass ich einen Pilzbefall mit einer Salbe aus zwei verschiedenen Antibiotika und einem Cortison erfolgreich behandelt habe, schlägt sie die Hände über dem Kopf zusammen. Außerdem soll ich mein Shampoo und meine Hautcreme wechseln und am besten nur noch Wasser und Melkfett verwenden. Nachdem ich das Buch „Impfen – das Spiel mit der Angst“ auf ihrem Regal entdeckt habe, entschließe ich mich aus Gründen der Diplomatie meine zahlreichen Impfungen zu verschweigen.

Mir scheint, ich bin in einem Bereich angekommen, in dem das Ergänzungsprinzip nicht mehr funktioniert. Das gefällt mir nicht – zum Teil aus Bequemlichkeit (ich finde, mein Shampoo riecht so gut), zum Teil aus Prinzip. Wenn man dem schwefelhaltigen Shampoo oder der Hautcreme mit Zink soviel Bedeutung beimisst, macht das das Leben ungeheuer ernst und kompliziert. Dann mag die homöopathische Arznei zwar wirken, aber gleichzeitig verliert man ein gutes Stück Lebensfreude und Unbeschwertheit.

Ich habe mich für einen Kompromiss entschieden. Ich habe bereits gute Erfahrungen mit Homöopathie gemacht, deswegen ziehe ich sie gern zu Rate. Aber ich behalte meinen gesunden Menschenverstand und mein Shampoo und hoffe, dass die Arznei trotzdem wirkt.

Außerdem habe ich einen entscheidenden Vorteil, von dem meine Homöopathin allerdings nichts ahnt. In der täglichen Meditation erwacht meine eigene Lebenskraft jeden Tag auf´s Neue und versorgt meinen Körper mit mehr „Heilungsimpulsen“, als es eine Arznei jemals vermag..

 

 

 

 

Wir sind alle Kontrollfreaks

 
Vor ein paar Tagen traf ich mich mit einer Schulfreundin und deren Partner, den ich kennenlernen sollte/wollte. Ein nettes Pärchen. Wir unterhielten uns angeregt. Irgendwann streiften wir das Thema Glaube/Religion. Als ich den Freund meiner Freundin nach seinen Ansichten fragte, gab er mir eine Antwort, die für viele andere Deutsche seiner Generation hätte stellvertretend sein können. Nachdem er katholisch erzogen worden war, habe er sich sein eigenes Weltbild gemacht. Man könne ihn als Atheisten bezeichnen. Er sei ein positiver Mensch und sorge sich um die Gemeinschaft, aber er glaube nicht an einen Gott, eine höhere Instanz. Seiner Meinung nach regiere der Zufall. Sein Weltbild sei für ihn schlüssig, überschaubar, innerhalb kontrollierbarer Grenzen. Bei den Stichworten „überschaubar“ und „kontrollierbar“ klingelten es innerlich bei mir. Meiner Meinung nach haben wir es in Deutschland schon fast mit einem kollektiven Kontrollzwang zu tun. In kaum einem anderen Land gibt so viele Sicherheitsvorkehrungen und alles wird bis ins letzte Detail (gesetzlich) geregelt. Dennoch sind nach meiner Beobachtung viele Menschen in Deutschland trotz hohem Lebensstandart deutlich unsicherer und besorgter um ihre Zukunft, als beispielsweise in Indien. Woran liegt das? Eine Erklärung könnte sein, dass der Kontrollzwang Symptom einer inneren Unsicherheit ist. Kontrolle in Maßen ist durchaus nützlich. Doch wenn das Bedürfnis nach Kontrolle den Spirit einsperrt in einen Käfig, ist etwas aus dem Lot geraten. Dann gerät man schnell in einen Teufelkreis: aus innerer Unsicherheit folgt übermäßige Kontrolle, die die Unsicherheit nur verstärkt. (denn ein Übermaß an rechter Seite geht auf´s Herz). Das Göttliche ist unkontrollierbar. Sein Wirken erfolgt nicht nach einer für uns erkennbaren Logik. Mit unserem begrenzten Verstand ist es nicht zu fassen – aber es ist erfahrbar. Für den, der (zumindest in diesem Moment) alle Kontrolle fahren lässt und sich mit reinem Herzen der Erfahrung hingibt.

 

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