Beeinflusst oder Du selbst?

Stell Dir mal vor, Du würdest in ein anderes Land ziehen – in dieser Geschichte wärst Du deutscher Abstammung und würdest in die USA umziehen:

Dort lebst Du nun schon viele Jahre, bist verheiratet, glücklich und zufrieden, hast einen Job, der Dir unglaublich Spaß macht, einen Hund, mit dem Du jeden Tag durch die Nachbarschaft spazierst. Die Nachbarn grüßen Dich freundlich als Du die Straßen lang gehst. Du unterhältst Dich mit dem ein oder anderen über das Wetter, die Arbeit, die Schule.

Alles ist stimmig, freundlich, entspannt. Du bist zuhause und fühlst Dich rundum wohl in der kleinen amerikanischen Durchschnitts-Stadt.

 

Spaziergang mit Hund

 

Irgenwann ist ein Artikel über eine politische Weltkonferenz in den Nachrichten. Präsidenten und Saatsoberhäupter vieler Nationen haben sich zu einer Konferenz zusammengefunden. Dabei gab es Streit: verbale, persönliche Angriffe unter den einzelnen Teilnehmern. Keiner wollte einlenken, viele fühlten sich verletzt und verteidigten sich agressiv gegen die Anschuldigungen. Die einzelnen Aussagen wurden natürlich von der Presse genauestens dokumentiert und in windeseile zu allen Nachrichtenstationen und Zeitungen verteilt.

„Deutschland greift US Politik an“ – „Kein Respekt für uns Amerikaner“ – „Sollen wir uns so behandlen lassen?“

Am selben Tag, abends steht eine Delegation von Kleinstadt Nachbarn vor Deiner Türe und fordert Dich auf, das Land zu verlassen.
Abneigung und Hass glitzert in ihren Augen. Wo am morgen noch freundliche Worte waren ist jetzt nur noch Ablehnung.

Man bedenke dabei: Weder mit der Konferenz, noch mit den Politikern oder Regenten haben die Bewohner eines Landes persönlich etwas zu tun. Auch die Themen, über die gesprochen wird, haben keinen direkten Einfluß auf die Bürger. Der Beginn des Streites eine gegenseitige, persönliche Gefühlsverletzung von Leuten, denen es um ihr eigenes Ego geht.

Und doch kann es passieren, dass sich Menschen so sehr mit diesen Nachrichten identifizieren, dass sie sofort mit im Boot sind und ein weit entferntes Geschehnis, das sie eigentlich nichts angeht, zu ihrer eigenen Angelegenheit machen und den Drang haben, entsprechend zu handeln.

Fragen wir uns doch einmal selbst, von was wir uns beeinflussen lassen. Was bringt uns dazu, die eine oder andere Person nicht gut zu finden und ausgrenzen zu wollen. Sind das eigene Erfahrungen, oder vorschnell gefällte Urteile, die von Bekannten oder aus den Medien gefüttert werden.

Wir sind alle miteinander verbunden und machen uns das Leben oft selber schwer. Lasst uns inne halten und auch manchmal Handlungen und Meinungen revidieren – ständig in Kontakt mit sich selbst bleiben und überprüfen, ob es gut ist, die nächste Schlagzeile der Tageszeitung für sich bestimmende Wirklichkeit machen zu wollen.

 

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Nichts ist wichtiger in Zeiten, in denen Schreckensbotschaften aus allen Teilen der Welt auf uns hereinprasseln, als seinen eigenen Wert, seine eigene Echtheit und Liebe zu spüren. Den Zugang zu sich selbst und seine eigene Unabhängigkeit zu pflegen und doch in jedem Moment zu erahren, dass wir mit unserer Umwelt verbunden sind.

Sahaja Yoga Meditation lässt uns unser innerstes Selbst entdecken und wir erfahren eine Tiefe, die uns stark machen kann, gegen die Fluten der Zeit.

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Weihnachten steht vor der Tür…

  1. Annika Misina

    Oh yes

  2. Stephan

    Meine Tipps zum News Konsum: 1. Immer mehrere Quellen für Nachrichten verwenden, z.b. abwechselnd mind. zwei Tageszeitungen aus dem jeweils anderen Ende des politischen Spektrums lesen. Bei mir FAZ / TAZ. manchmal auch die SZ. 2. Eher Zeitung statt online 3. Nie Facebook 4. Achtsam mit der verwendet Zeit umgehen. Ab und an Medien-Diät ist sehr wohltuend.

  3. Lavanya Nicola

    Es gibt ein Zitat über Bücher von Francis Bacon. „Some books are to be tasted, others to be swallowed, and some few to be chewed and digested: that is, some books are to be read only in parts, others to be read, but not curiously, and some few to be read wholly, and with diligence and attention.“
    Eigentlich sollen wir das gleich Maßnahmen auch für Information und Media nützen. Es gibt viele Dingen das haben in unsere kreis geändert aber ein große Frage steht vor uns: Ob diese Änderungen kann wir wirklich als ,Entwicklung, nennen??? Außerdem auch als Individuell oder zusammen als Gemeinde, es ist sehr wichtig das wir unsere ‚innere Stimme‘ mehr Mühe geben als was da draußen auf Schau Kasten gestellt ist, d.h.
    Wie lange soll wir die Desorientierheit und Fehlinformation in/von Media Einfluss unseren Commonsense erlauben??? Und wenn wir klar und ehrlich Antwort finden, wird bestimmt unsere Gedanken und Handlungen ein positiv Richtung führen, nicht nur für mich aber für uns alle.

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