Monat: Mai 2019

Hoffnung

Hoffnung kennen wir, Hoffnung haben wir.

Was passiert wenn wir hoffen?

Es ist eine innere Geschichte. Wir entwickeln eine Art Erwartung und wünschen uns das diese eintritt. Wenn sie nicht eintritt, weicht die Hoffnung der Enttäuschung. Zum Beispiel im Sport fiebert man einer Person oder einer Mannschaft mit und auf dramatische Art und Weise verliert das Team oder der/die Sportler(in). Zurück bleibt erstmal Leere, weil alles worauf man gehofft hat (in unserem Beispiel der Sieg oder das Weiterkommen) nicht eingetreten ist. Manchmal fehlen nur Sekunden oder ein winziges Detail um das Unmögliche möglich zu machen. Wer oder was entscheidet, dass das Pendel in die eine oder andere Richtung ausschlägt?

Dieses Beispiel kann auf beliebige Situationen im Leben angewendet werden. Ich persönlich finde den Sport immer als tolle Parallele zum Leben.

Nehmen wir an ein Mensch hat eine besondere Fähigkeit. Er oder sie ist in etwas sehr gut. Hat aber aufgrund des Lebenslaufes sich beruflich anderweitig entwickelt. In ihm oder ihr schlummert trotzdem lange die Hoffnung wieder anzufangen. Sollte er oder sie sich dieser Hoffnung hingeben?

Ein klares Ja von meiner Seite!

Hoffnung ist etwas wunderbares und kostbar. Sie ist ein Teil unseres Antriebs. Vielleicht Teil des rechten Swadhistan Chakras als Start des rechten Energiekanals. Jede Aktion beinhaltet ein Stück Hoffnung das das Gewünschte eintritt.

Und eines bleibt der Hoffnung immer: das Positive.

Jede Hoffnung lebt vom Positiven, vom Licht am Ende des Tunnels.

Ich möchte mein ganzes Leben hoffen und die Hoffnung leben.

Wie steht ihr zur Hoffnung?

Der Unterschied von Religion und Spiritualität

Welche Grundsätze und Werte geben uns Orientierung? Nach welchen Kriterien gestalten wir uns „unseren“ Glauben und das tägliche Miteinander? Welche Erkenntnisse haben wir über spirituelle Erleuchtung, neuen Glauben, religiöse Erfahrungen in den letzten Jahren hinzugewonnen?
Über solche grundsätzlichen Fragen habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht.

In Deutschland haben wir diesbezüglich alle Freiheiten und können uns auf das Grundgesetz berufen, in dem Artikel 4 besagt:

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

Das ist heutzutage im 21. Jahrhundert weltweit nicht überall möglich oder selbstverständlich. Bekanntlich wurden seit Anbeginn der Menschheit und bis heute blutige Kriege im Namen von Religionen geführt.

Als Kind wuchs ich in Deutschland in einer Großstadt in einer gemischt-religiösen Familie auf: Vater römisch-katholisch, Mutter evangelisch. Das war noch in den 60er Jahren eine besonders exotische und gesellschaftlich relativ kritische Kombination. Mein Vater war so tolerant und heiratete meine Mutter in einer evangelischen Kirche. Für meine streng-katholische Großmutter war es ein Angang eine ‚heidnische‘ Kirche für eine Hochzeit zu betreten. Wir Kinder wurden evangelisch erzogen, getauft und konfirmiert. Erst mit der Zeit konnte sich meine Großmutter damit anfreunden, da sie vermutlich sah, dass wir nicht mit Schuld und Beichte aufwuchsen und aus uns ja doch noch ‚christliche‘ Kinder wurden und wir keine Heiden blieben.

Damals waren noch die meisten Schulen streng nach Konfessionen getrennt. Selbst auf dem Spielplatz unter Gleichaltrigen wurde immer wieder die Frage gestellt, welcher Religion man angehöre. Je nach Antwort bildeten sich entsprechende Gruppierungen.

Die Besuche bei der katholischen Familie meines Vaters waren für uns als Kinder stets sehr spannend, da sie meist nach dem katholischen Feiertagskalender ausgerichtet waren und somit der Besuch der Heiligen Messe oder andere Bräuche anstanden.

Bereits früh begann ich mich damit zu beschäftigen, was Religion und Glaube eigentlich ausmacht, weshalb es (angeblich) Unterschiede gab. Im verpflichtenden Schul-Gottesdienst, während der langweiligen Predigten, schweiften meine Gedanken regelmäßig ab und ich stellte mir das biblisch Vorhergesagte bildlich vor. Die endlosen Gottesdienste und altbackenen, altmodischen Lieder taten ihr Übriges. So hatte sich das Jesus Christus sicher nicht vorgestellt, dass Schüler eine Stunde lang stillsitzen müssen und von dem was da vorne abgeht, meist nicht viel mitbekommen.

Sehr früh erwuchs mein großes Interesse an verschiedenen Kulturen und anderen Religionen. Gemeinsame Auslandsreisen und Ausflüge mit meiner Familie führten mich u.a. in viele Gotteshäuser wie Kirchen, Moscheen, Synagogen und Tempel.

Nach dem Abitur entschied ich mich für einen mehrmonatigen Aufenthalt als freiwillige Helferin in einem israelischen Kibbuz. Dort wurde mir wieder aufgezeigt, wie man Menschen in Kategorien steckte: Jüdische Besucher, Bewohner und wir Helfer hatten lediglich Zutritt zum Kibbuz. Unseren moslemischen Freunden wurde der Zugang verwehrt. Warum? Weshalb gibt es diese Art von Ausgrenzung?

Wer kennt nicht das Gefühl, nicht dazu zu gehören oder von etwas ausgeschlossen zu sein?

Wenn ich an dieser Stelle allgemein von Religionen spreche, beziehe ich die großen Weltreligionen sowie die Natur-Religionen mit ein.

Dabei hat unsere Gesellschaft beispielsweise die 10 Gebote Moses übernommen, deren Werte seit der Antike bis heute die meisten demokratischen Gesetzgebungen geprägt und bis heute Gültigkeit haben.

Ein paar Jahre später lernte ich meinen Ehemann kennen. Er ist gebürtiger Inder, Hindu und praktizierenden Sahaja Yogi.

1985 lernte ich bei einem öffentlichen Sahaja Yoga Programm in Frankfurt HH Shri Mataji persönlich kennen. Ich war sofort von ihrer freundlichen, offenen Ausstrahlung angetan. Die Reden, die ich später von ihr persönlich hörte, sagten mir: „Ja, das genau ist es.“ Die Gemeinschaft von Praktizierenden/Sahaja Yogis mit derselben Weltanschauung, mit gleichen Werten ließ uns in den letzten Jahrzehnten mit der ganzen Welt zusammenwachsen. So entstanden tiefe persönliche Freundschaften, noch bevor es Internet und Social Media gab.

Wie man an der Pyramide von Maslow erkennt, entsteht das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung erst an der oberen Spitze, wenn bereits alle anderen weltlichen Bedürfnisse erfüllt sind.


Die bekannte Pyramide ist eine Interpretation von Maslows Bedürfnishierarchie.

Darüber hinaus entwickeln sich weitere Phasen für individuelles und kollektives Wachstum, die über die alleinige Selbstverwirklichung viel weiter hinausgehen.

Weitere Phasen für individuelles und kollektives Wachstum; CEL – Center for Evolutionary Learning

Mit der Erweckung meiner eigenen Kundalini Kraft, habe ich eine neue Form des Bewusstseins kennenlernen dürfen: Meine eigene spirituelle Kraft. Somit erhielt ich die Freiheit in meinem eigenen ‚Tempel‘, meinem Körper, wann immer ich es wollte, zur Introspektion zu gelangen und gedankenfrei zu  werden. Erst dadurch erlange ich Vitalität, Ruhe und Gelassenheit.

Unterschiede zwischen Religion und Spiritualität

Religion… Spiritualität…
erzählt von der „Wahrheit“. lässt sie dich entdecken.
gibt dir Verhaltensregeln, Rituale
vor.
sagt dir unmittelbar wer du bist und wo du stehst.
lehrt Regeln und Gebote. hat keine Regeln.
verlangt, den Wegen anderer zu
folgen.
lässt dich die eigenen Wege
gehen.
ist von anderen Religionen
getrennt.
vereint alles miteinander.
macht dich zum Diener Gottes. zeigt dir, dass du göttliche
Qualitäten besitzt.
hält dich in der Gemeinschaft fest. macht dich kollektiv bewusst.
bezieht sich auf die Vergangen- heit und Zukunft. hält dich in der Gegenwart, im
gegenwärtigen Moment.
ehrt andere. ehrt dich.
basiert auf sog. „Heiligen Schriften“. basiert auf eigener Erfahrung.
basiert auf Angst. basiert auf Achtsamkeit und
Liebe.

Fazit: Ein nachhaltiges kollektives und vor allem gedankenfreies Bewusstsein führt uns nur mit Hilfe der Spiritualität in viel weitere Gefilde und höhere Ebenen, als wir es uns heute vorstellen können. Nur dadurch können wir ein zweifelsfreies Bewusstsein erreichen, das uns wachsen lässt.

Auch künftig möchte ich mir immer meine Weltoffenheit, Neugierde und Begeisterungsfähigkeit bewahren und allem Neuen offen gegenübertreten. Das heißt also, dass ich mich grundsätzlich außerhalb des Goldfischglases aufhalten möchte um die Weiten des Ozeans weiterhin zu erfahren.

Was passiert während einer Meditation?

Viele Menschen verbinden mit Meditation konzentriert sein oder fokussiert auf etwas sein.

Beides ist nicht unbedingt falsch aber absolut auch nicht richtig. Man sollte konzentriert die Meditation vorbereiten. Z.B. eine Kerze anmachen, ein Räucherstäbchen, ggfls. (indische oder auch westliche) klassische Musik anmachen. Kurz: konzentriert die Vorbereitungen für eine Meditation schaffen. Fokussiert sollte man darauf achten regelmäßig zu meditieren. Z.B. 10 Minuten morgens vor dem Frühstück und abends vor dem Schlafen gehen.

Zunächst heben wir uns unsere innere Energie und geben uns ein Bandhan, da dies jeweils der Start und das Ende jeder Meditation bedeutet. Im Grunde genommen lassen wir in einer Meditation geschehen. Oftmals werden wir zunächst nur von unseren Gedanken eingenommen. Das heißt wir denken, denken und denken, was naturgemäß sehr anstrengend ist. Viele haben das Gefühl ich sitze in einer Meditation „nur“ da und denke.

Am Anfang ist es auch so. Wenn man in einer Gruppe meditiert, z.B. in unseren kostenlosen Kursen an bald 50 Standorten in Deutschland ist es erheblich einfacher in einen „gedankenfreien“ Zustand zu kommen. Hier können viele einfacher die eigenen Gedanken loslassen und auf die Meditation einlassen.

Wer alleine meditiert kann da auf einem schwierigeren Weg sein, da man die Hürde der eigenen Gedanken nur mit Zeit und Geduld begegnen kann. Grundsätzlich ist das Motto von Meditation „Zeit für Dich“ und dieses Motto sollte gelebt werden.

Wer es schafft sich die Zeit zu nehmen, um dahin zukommen, dass man sich auch der Meditation „hingeben“ kann, der ist in dem Zustand den Meditation erreichen will angekommen. Das kann auch mal 30 Minuten dauern.

Aber dann werden auch die Qualitäten die Meditation mit sich bringt, z.B. Geduld, Gelassenheit und die Fähigkeit Wichtigem von Unwichtigem zu unterscheiden von ganz allein kommen. Genauso wie wenn man ins Fitness-Studio geht und an einem durchtrainierten Körper arbeitet, schenkt einem die regelmäßige Meditation viele in uns schlummernden Qualitäten.

Welche Qualitäten hast Du in Dir entdeckt?

Wir freuen uns auf Dein Feedback :o)

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